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Düsseldorfer EG
DEG glaubt an ihre Chance im Rückspiel

DEL 15/16: DEG - Krefeld Pinguine
DEL 15/16: DEG - Krefeld Pinguine FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Trotz der 0:2-Heimniederlage gegen Kärpät Oulu sieht DEG-Verteidiger Stephan Daschner durchaus noch die Chance, im Rückspiel das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Dazu muss das finnische Bollwerk geknackt werden. Von Thomas Schulze

Natürlich war kein Düsseldorfer glücklich, als die Schlusssirene ertönte. Die DEG hatte 0:2 gegen Kärpät Oulu verloren, wobei noch mehr als die Niederlage schmerzte, kein Tor erzielt zu haben. Dem Meister aus Finnland war der Ruf voraus geeilt, enorm defensivstark zu sein. In den vier Vorrundenspielen der Champions League hatte er nur ein einziges Gegentor kassiert. Und jetzt hatten sich die Rot-Gelben die Zähne an diesem Bollwerk ausgebissen. "Aber die Chancen waren da", sagte Nationalverteidiger Stephan Daschner. In seinen Worten schwangen Trotz und Zuversicht gleichermaßen mit. "Es gibt eben Tage, da geht die Scheibe einfach nicht rein. Heute war so ein Tag, da hätten wir noch Stunden spielen können."

Die insgesamt starke Leistung der Gäste erkannte er jedoch an: "Oulu spielt sehr gut", erklärte er. "Die geben die Scheibe nicht her. Sie halten den Puck und spielen hinten rum, bis sich die Situation für den Spielaufbau ergibt. Es ist schwer, gegen sie zu spielen." Doch schon wenige Minuten nach Spielende hat der Abwehrspieler sich geschüttelt und macht eine seinem Naturell entsprechende Kampfansage: "Aber wir werden uns nicht hängen lassen. Zwei Tore sind im Eishockey nicht viel. Wenn jeder daran glaubt, ist alles drin, und der Trainer wird uns dementsprechend einstellen."

Oulus Trainer Lauri Marjamaki freute sich natürlich über die großartige Leistung seines Torhüters und war "glücklich über das Ergebnis", das er folgendermaßen einordnet: "Wir haben 2:0 gewonnen, genau wie in Krefeld und Linz. Aber wir müssen in zwei Wochen besser spielen, dann kommen wir auch weiter."

Aber auch sein Kollege Christof Kreutzer war trotz der Niederlage gegen die abgeklärten Finnen nicht gänzlich unzufrieden. So sehr ihn das Resultat auch wurmte, so sah er doch "ein sehr gutes Spiel, in dem wir nur wenig zugelassen haben". Zwei kleine Fehler habe sich seine Mannschaft erlaubt, was von Oulu, einer Mannschaft von internationalem Format, sofort ausgenutzt worden sei.

Auch die Offensivleistung sei nicht schlecht gewesen. "Wir waren gut vorbereitet und hatten unsere Chancen", meinte Kreutzer. "Wenn wir ein Tor schießen, dann läuft das Spiel anders. Aber der Torhüter war sehr groß und hat nur wenige Lücken geboten." Aber auch der Trainer sieht durchaus noch eine Chance im Rückspiel. Dass es sich dabei nicht nur um eine Durchhalteparole handelt, untermauerte Kreutzer durch seine Handlungsweise: "Ich traue meiner Mannschaft zu, in Oulu zu gewinnen. Deshalb habe ich auch den Torhüter nicht raus genommen."

Vor allem verspricht sich Kreutzer einen Lerneffekt von den Spielen in der Champions League. "Die starken Gegner helfen uns in der Entwicklung", sagt der Trainer und fügt geradezu drohend hinzu: "Eines verspreche ich: Wer uns nicht ernst nimmt, der wird bestraft."

Quelle: RP
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