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Düsseldorfer EG
DEG kassiert vierte Pleite in Folge

Düsseldorfer EG: DEG kassiert vierte Pleite in Folge
Trainer Christof Kreutzer und die DEG mussten gegen den kriselnden Meister eine unglückliche Niederlage hinnehmen. FOTO: dpa, mjh tba
Mannheim. Die Düsseldorfer EG verliert das vierte Spiel in Folge. Dabei ist sie bei der 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)-Niederlage nicht die schlechtere Mannschaft. Von Thomas Schulze

Acht Niederlagen in Folge hatte Meister Mannheim kassiert. War das ein Vorteil für die DEG, weil das Selbstbewusstsein der Adler angeknackst war oder ein Nachteil, weil jede Serie mal zu Ende geht? "Weder noch", meinte Trainer Christof Kreutzer vor dem Spiel. "Jedes Spiel fängt bei Null an und entwickelt eine eigene Dynamik."

Kreutzer musste umstellen, weil Rob Collins, der am Dienstag gegen Augsburg (4:5 nach Penaltyschießen) einen Schuss auf den Unterarm bekommen hatte, fehlte. Obwohl nichts gebrochen ist, pausierte der Routinier, der in seiner Bewegungsfreiheit arg eingeschränkt ist. Doch Der Coach ist ja in der glücklichen Situation in Marcel Brandt einen Allrounder zu haben. Von Haus aus ist der 23-Jährige Stürmer, doch zuletzt half er aufgrund der Verletzungsmisere in der Verteidigung in der Abwehr aus. Am Freitagabend beorderte Kreutzer den Senkrechtstarter, der die Plus-Minus-Statistik der DEG überraschend anführt, in die erste Sturmreihe, wo er Collins‘ Platz einnahm.

Die mit ehemaligen NHL-Stars gespickte Truppe der Gastgeber war von Beginn an deutlich überlegen und drängte mit aller Macht auf den Führungstreffer. Sie trugen ihre Aktionen stürmisch vor, doch fehlte es ihnen an Präzision. Als ihnen dann nach zehn Minuten endlich das erlösende Tor gelang, wurde ihm nach der Sichtung des Videos wegen Torraumabseits die Anerkennung verweigert. Prompt ließen die Adler die Flügel hängen, so dass die Gäste besser ins Spiel kamen und bei einem Pfostenschuss von Drayson Bowman Pech hatte. Wie sie ein fünf Minuten langes Überzahlspiel harmlos vertändelten, war jedoch fehlender Zielstrebigkeit geschuldet. So ging es torlos in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt war es ein ganz ähnliches Bild wie zum Beginn. Die Mannheimer drängten, doch spätestens bei dem erneut gut aufgelegten Torhüter Mathias Niederberger war Endstation. Nach einer halben Stunde hatte das nun ungeduldiger werdende Publikum die Schuldigen an der Misere ausgemacht – die Unparteiischen. Die hatten nach Ronny Arendt nämlich auch den ehemaligen NHL-Spieler Jochen Hecht vorzeitig unter die Dusche geschickt. Die Düsseldorfer nutzten das 5:3-Überzahlspiel zur Führung durch Edi Lewandowski. Doch als ihr Kapitän Daniel Kreutzer auf der Strafbank hockte, mussten sie den Ausgleich hinnehmen.Dabei hatten sie aber Pech, denn der Schuss von Christoph Ullmann wäre wohl nicht ins Tor gegangen, wenn ihn Joonas Rönnberg nicht unglücklich abgefälscht hätte.

Auch im Schlussdrittel kämpften die Gastgeber zu ungestüm und kassierten so die dritte große Strafe. Die Düsseldorfer machten es diesmal besser und gingen durch den erneut sehr starken Drayson Bowman mit 2:1 in Führung. Der Zorn der Adler-Fans war aufgrund der undisziplinierten Spielweise ihres Team unbegründet. Die Anhänger disqualifizierten sich durch Schmähgesänge, als einer der Schiedsrichter zu Boden gegangen war. Die DEG ließ sich von all dem nicht beirren und schien auf der Siegerstraße. Doch als vier Minuten vor Schluss das 2:2 fiel, kippte die Partie noch.

Am Sonntag (16.30 Uhr) kommt es zum Derby gegen Krefeld Pinguine. Da sollte die DEG die Chance vor fast ausverkauftem Haus – es gibt nur noch 700 Karten – nutzen und den Einzug in die Play-off-Runde perfekt machen.

 

Quelle: RP
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