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Düsseldorfer EG
DEG setzt auf den Derby-Schub

Fotos: DEG schlägt die Haie im Derby 2:1
Fotos: DEG schlägt die Haie im Derby 2:1 FOTO: dpa, hka nic
Düsseldorf. Die Eishockey-Profis treffen am Freitag um 19.30 Uhr im ausverkauften ISS Dome auf die angeschlagenen Kölner Haie. Stürmer Alexander Preibisch gibt zu: Auch für die Spieler ist es keine Partie wie jede andere. Von Thomas Schulze

Was spielt die DEG für eine hervorragende Saison! So gut, dass sie als Überraschungsmannschaft auf Platz drei der Deutschen Eishockey Liga steht. So gut, dass sie am Freitag erstmals seit Jahren als Favorit in das Derby gegen die Kölner Haie geht. So gut, dass eine Partie erstmals seit mehr als einen Jahrzehnt bereits zehn Tage vor dem Spiel ausverkauft war.

Köln kommt. Dieser Klub, der im Vorjahr den zum Einzug in die Pre-Play-offs notwendigen zehnten Platz verfehlte; der jetzt wieder nur auf Rang elf steht; der sich eine teurere Mannschaft als die der DEG leistet und bei dem jetzt wieder einmal der Trainerstuhl wackelt, auf dem Niklas Sundblad sitzt.

Köln war der Ausgangspunkt des Düsseldorfer Aufschwungs. Dort startete die DEG beim 6:3-Erfolg Ende November ihre famose Serie mit zwölf Siegen in 14 Spielen. Dass diese einmal enden würde, war klar. Doch wie würde die Mannschaft die folgenden Nackenschläge wegstecken? Das war die spannende Frage, über die die Begegnung gegen Red Bull München nach den beiden Niederlagen gegen Iserlohn (3:5) und in Hamburg (3:4) Aufschluss geben sollte. Sie gab es in einer für die Düsseldorfer Eishockey-Fans überaus erfreulichen Weise. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer setzte sich gegen das auf nahezu allen Positionen namhafter besetzte bayerische Star-Ensemble dank Mannschaftsgeist, Disziplin und Defensivstärke mit 4:1 durch. Die DEG hat einmal mehr eindrucksvoll bewiesen: Eine ihrer großen Stärken ist, dass sie immer eine Reaktion zeigt, immer zurückkommt.

Und jetzt kommt Köln. "Ich freue mich jedes Mal wie Bolle auf das Derby", sagt Alexander Preibisch und plaudert dann aus dem Nähkästchen: "Da wache ich morgens mit einer Gänsehaut auf und denke: Heute knacken wir sie wieder." Dabei ist der 24 Jahre alte Stürmer, einer der schnellsten der Liga, in Köln geboren und spielte dort in der Jugend. 2009 kam er erstmals zur Brehmstraße, an die er über Dortmund und Duisburg 2012 wieder zurückkehrte. Inzwischen schlägt sein Herz natürlich für die DEG, mit der er harte Zeiten durchgemacht hat, weshalb er den derzeitigen Erfolg umso mehr genießt. "Wir waren zwei Jahre Letzter, das war hart für uns", erinnert er sich. "Aber für uns junge Spieler war das sehr gut. Wir haben viel Eiszeit bekommen, durften Über- und Unterzahl spielen. Das zahlt sich jetzt aus, vor allem, wenn du merkst: Der Trainer vertraut dir. Das ist ganz wichtig."

Torhüter Mathias Niederberger ist "ne Düsseldorfer Jong". Natürlich fiebert auch der Torhüter, der maßgeblichen Anteil am Erfolg hat, dem Derby entgegen: "Das merkst du im Training, da achten wir auf viele Details, denn es wird eng." Doch Niederberger bleibt ganz cool, wie auf dem Eis zwischen den Pfosten: "Ich freue mich auf das Derby, aber wir dürfen es auch nicht überbewerten, sondern müssen es so behandeln wie jedes andere Spiel. Schließlich gibt es auch nur drei Punkte."

Oder vielleicht doch mehr? Alexander Preibisch weiß nämlich: "Das Derby zu gewinnen, das bringt einen Extra-Schub." So wie Ende November.

Quelle: RP
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