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Düsseldorfer EG
DEG setzt auf Tore von David Van der Gulik

Düsseldorfer EG: DEG setzt auf Tore von David Van der Gulik
David Van der Gulik soll der DEG mit Toren helfen. FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Die Treffer des 32 Jahre alten Kanadiers sollen nicht nur Punkte bringen, sondern auch das Selbstvertrauen der Mitspieler stärken. Von Thomas Schulze

Sein persönlicher Einstand ist gelungen, denn David Van der Gulik hat gleich bei seinem Debüt im Trikot der Düsseldorfer EG ein Tor geschossen. Dass die Mannschaft trotzdem bei den Eisbären Berlin 1:2 verloren hat, war überaus ärgerlich, denn wenn man in einem sicherlich nicht leichten Auswärtsspiel wie an der Spree nur zwei Gegentore kassiert, sollte man mindestens einen Punkt mitnehmen.

Seit zwei Wochen ist Van der Gulik nun in Düsseldorf. Die Eingewöhnungszeit ist noch nicht abgeschlossen, aber einen großen Schritt voran gekommen. Am Dienstag hat er nämlich mit seiner Frau und den drei Kindern das Hotel verlassen und seine neue Wohnung bezogen. "So eine Zeit im Hotel ist schon eine zusätzliche Belastung", sagt Trainer Christof Kreutzer verständnisvoll. "In der Wohnung werden die Nächte sicher ruhiger. Die letzten zwei Wochen waren für die ganze Familie aufregend - nicht nur ein neuer Verein, sondern ein neues Land, ein neuer Kontinent. Das ist schon eine große Umstellung. Natürlich hat er noch einen gewissen Rückstand." Kreutzer, der abseits der Eishalle große Gelassenheit demonstriert, ist von Van der Gulik überzeugt: "Ich habe ihn bereits seit 2012 beobachtet. Viele europäischen Klubs wollten ihn haben, doch er wollte bisher seine Chance auf die NHL wahren."

Die zweiwöchige Trainingsarbeit mit ihm hat den Coach in seiner Auffassung bestärkt: "David ist sicher nicht der neue DJ, sondern eher ein ruhiger Vertreter, ein Familienmensch. Viele Spieler ticken genauso, er passt charakterlich sehr gut zu uns."

Van der Gulik ist geholt worden, um Tore zu schießen. Die sollen sich aber gleich auf doppelte Weise positiv auswirken: zum einen direkt auf die Ergebnisse, zum anderen auf die Mitspieler. Sie sollen ihnen das derzeit nicht vorhandene Selbstvertrauen geben, um selbst wieder zu treffen. Denn die DEG kämpft nicht nur mit den Gegnern, sondern auch mit den eigenen Nerven und hat nur 40 Tore in 18 Spielen erzielt. Sie hat personell nicht den schlechtesten Angriff, aber die mit Abstand niedrigste Trefferquote der Liga. Kreutzer sieht aber keine Notwendigkeit, sein System umzustellen: "Wir würden nur offensiver spielen, wenn wir keine Chancen hätten. Aber wir haben genügend Chancen." Tore sind nicht nur das Salz in der Suppe, sondern auch für Torjäger wie Travis Turnbull oder Chris Minard besonders wichtig. Anlass zur Schelte sieht Kreutzer nicht: "Stürmer bekommen von uns nie zu hören, dass sie treffen müssen. Wenn sie defensiv nicht arbeiten würden, dann bekommen sie was zu hören."

Quelle: RP
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