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DEG-Verteidiger Ebner verlängert bis 2019

Lokalsport: DEG-Verteidiger Ebner verlängert bis 2019
Bernhard Ebner, der im Sommer 2012 aus Kaufbeuren kam, wurde bei der Düsseldorfer EG zum Nationalspieler. FOTO: dpa
Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG setzt ihren erfolgreichen Weg konsequent fort. In Bernhard Ebner wurde einer der besten deutschen Eishockey-Verteidiger langfristig gebunden. Von Thomas Schulze

Der Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft blieb 2012 gar nichts anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen. Die Zukunft in der Deutschen Eishockey Liga hing quasi täglich am seidenen Faden. Der damalige Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp verbrachte so manche schlaflose Nacht, weil die Kasse leer und der Klub der Insolvenz nahe war. Der damalige Trainer Christian Brittig baute mit jungen, preiswerten, aber hungrigen Spielern eine Mannschaft, die kaum wettbewerbsfähig war. Der damals 21 Jahre alte Bernhard Ebner nahm die Herausforderung an und wechselte vom Zweitligisten Kaufbeuren nach Düsseldorf. "Natürlich habe ich es nicht bereut", sagt er. "Ich fühle mich bei der DEG pudelwohl, und Düsseldorf ist meine zweite Heimat geworden." Und Ebner damals auf Anhieb zum Stammspieler und inzwischen sogar zum Nationalspieler.

Trainer Christof Kreutzer ist es gelungen, Bernhard Ebner nicht nur bei Laune zu halten, sondern ihm einen Nebenspieler zur Seite zu stellen, mit dem es noch mehr Spaß macht: Stephan Daschner. Der durfte mit zur Weltmeisterschaft, Ebner nicht, wofür Kreutzer keinerlei Verständnis hatte. "Vielleicht spielen bei der nächsten WM ja zwei DEG-Verteidiger", sagt Co-Trainer Tobias Abstreiter. Das ist sogar ziemlich wahrscheinlich, denn dieses Paar ist eingespielt und wird auch zukünftig davon profitieren. Nach Daschner, der bis 2018 an die DEG gebunden ist, hat sich auch Ebner langfristig an die Rot-Gelben gebunden und seinen Vertrag bis 2019 verlängert. "Es hat einfach gepasst", sagt Ebner. Seine Freundin Anna schließt im Spetember ihr Studium im Hotel- und Tourismusmanagement ab. "Wir wollen zusammenziehen, aber dann nicht jedes Jahr umziehen", erklärt Ebner die Länge der Laufzeit. Das Konzept der DEG und die verbesserten Bezüge waren jedoch ausschlaggebend. "Ich will nicht da spielen, wo das schönste Rathaus ist", erklärt der Verteidiger. "Die Perspektive muss stimmen. Als ich kam, wollte ich mich verbessern und nicht sofort Meister werden. Jetzt will ich mich verbessern und demnächst Meister werden." Trainer Christof Kreutzer zuckte kurz, doch er will erfolgshungrige Spieler. "Es ist sehr wichtig, mit sehr guten deutschen Spielern möglichst langfristige Verträge zu schließen", erklärte er zufrieden. Das ist ihm gelungen. Für Ebner, dem Anfragen anderer Vereine vorlagen, ist das keine Überraschung: "Ich habe meinem Berater gesagt, dass wir erst mit der DEG sprechen, dann mit anderen Vereinen. Mir war klar, dass das nicht der Fall sein wird."

Quelle: RP
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