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Kölner Haie gastieren in Düsseldorf
DEG hofft im Play-Off-Rennen auf Derby-Schub

DEL: DEG hofft gegen Kölner Haie auf Derby-Schub
Dan Bakala (am Boden) soll den Kasten der DEG gegen die Kölner Haie (rechts Philipp Gogulla) sauber halten. In der Mitte Brandon Burlon. FOTO: häfner
Düsseldorf. Das letzte Ligaspiel vor der Olympiapause führt am Freitag (19.30 Uhr) im ISS Dome die alten Eishockey-Rivalen aus Düsseldorf und Köln zusammen. Ein Sieg soll der Abstreiter-Truppe die Play-off-Chancen erhalten. Von Bernd Jolitz und Falk Janning

Der Medienabteilung der DEG liegt es stets am Herzen, auch ausgefallene Wünsche von Fans zu erfüllen. Diesmal freilich mussten Frieder Feldmann und Thomas Meinders bei allem guten Willen passen. Zum heutigen Eishockeyderby gegen die Kölner Haie (19.30 Uhr, ISS Dome) trifft nämlich eine Delegation aus dem niederländischen Geleen ein, wo die Düsseldorfer am 21. Februar ein Freundschaftsspiel absolvieren - und die Gäste wollten zu gern Trainer Mike Pellegrims treffen, den einzigen Eishockey-Star, den deren Nachbarstaat Belgien je hervorgebracht hat. Nur ist Pellegrims gar nicht mehr DEG-Trainer, was in Geleen offenbar noch nicht angekommen war.

Das Derby freilich wollen die Niederländer dennoch sehen, und das haben sie mit einer fünfstelligen Zahl anderer Fans gemeinsam. "Zu den Derbys kommen eben auch viele Zuschauer, die sich sonst nicht so sehr mit uns identifizieren", erklärt DEG-Manager Niki Mondt. "Die müssen wir auf unsere Seite bekommen und dazu bringen, aus sich herauszugehen." In der Tat brauchen die Düsseldorfer jede Unterstützung, wenn sie die vier Punkte Rückstand auf den letzten Play-off-Platz noch aufholen wollen. Nur noch vier Spiele haben sie dafür Zeit, drei davon allerdings erst nach der Olympiapause, die nach dem Derby beginnt und erst am 28. Februar mit dem Gastspiel in Nürnberg endet.

Tobias Abstreiter, der nach Pellegrims' Beurlaubung vom Assistenten zum Cheftrainer aufrückte, plant nach der Vertragsauflösung des zuvor suspendierten Marcel Brandt (die RP berichtete) keine weiteren gravierenden personellen Umstellungen. "Das würde nur für Verwirrung sorgen", erklärt der gebürtige Landshuter. Gegenüber der 4:7-Niederlage gegen Wolfsburg wird sich dennoch an recht prominenter Stelle etwas ändern: Sehr wahrscheinlich hütet dann statt Mathias Niederberger der Kanadier Dan Bakala das Tor. "Mathias würde sicher manche Situation gegen Wolfsburg noch einmal spielen wollen, um sie dann besser zu lösen", erklärt Abstreiter vielsagend.

Für die Feldspieler-Kollegen der beiden geht es heute in erster Linie darum, an die kämpferisch starke Vorstellung der ersten 30 Minuten vom vergangenen Sonntag anzuknüpfen, ohne dabei die Konzentrationsmängel in der Defensive zu wiederholen. "Ein Sieg vor der Olympiapause wäre enorm wichtig für die Moral", betont der Interimstrainer. "Den Jungs ist bewusst, dass sie sich gegen die Haie keine Niederlage leisten können. Sie brennen auf das Derby."

Und so schlecht sind die Aussichten der DEG ja auch gar nicht, schließlich ist ihre Bilanz gegen die viertplatzierten Kölner besser als der Gesamteindruck, den die Rot-Gelben in dieser DEL-Saison hinterlassen. Zweimal verlor sie erst in Verlängerung 2:3, zuletzt gelang ihr durch einen Treffer von Jeremy Welsh in der Domstadt sogar ein 1:0-Erfolg. "Das liegt daran, dass die Jungs in diesen Spielen immer noch ein bisschen mehr geben", meint Abstreiter. Das freilich müssen die Rot-Gelben nun in jedem der verbleibenden Spiele schaffen.

Quelle: RP
 
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