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Düsseldorfer EG
Die DEG hat ein paar Punkte zu wenig

Die Düsseldorfer EG hat ein paar Punkte zu wenig
Max Kammerers Entwicklung ist besonders erfreulich. FOTO: Birgit Häfner
Düsseldorf. Ein Viertel der Saison ist gespielt, das Team von Trainer Christof Kreutzer Zwölfter. Die Mannschaft hat aber drei Spiele weniger ausgetragen und ist vom Verletzungspech gebeutelt. Dennoch bedarf es Leistungssteigerungen in Abwehr und Angriff. Von Thomas Schulze

Die Tabelle lügt nicht, aber sie ist ziemlich schief. Die Düsseldorfer EG ist nur Tabellenzwölfter, hat bislang 18 Punkte geholt, aber auch erst 13 Begegnungen ausgetragen. Die Konkurrenten haben bis zu drei Spiele mehr absolviert. Vom Punkteschnitt her liegt die DEG jedoch fast im Soll. Holte sie weiterhin 1,38 Punkte im Schnitt, käme sie in die Pre-Play-offs; gut 1,5 Punkte im Schnitt bedarf es, um unter die ersten Sechs zu gelangen und sich direkt für das Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga zu qualifizieren. Eine Zwischenbilanz nach dem ersten Saisonviertel.

Torhüter Mathias Niederberger und Felix Bick haben mit sehr guten Leistungen überzeugt. Nach der starken Saison, in der Niederberger zum Torhüter des Jahres gewählt wurde, ist das keineswegs selbstverständlich, denn er ist mit seinen 23 Jahren noch sehr jung. Dass er diesem Druck standgehalten hat und sich anschickt seine Leistung des Vorjahres zu bestätigen, darf durchaus als eine große Überraschung gewertet werden.

Abwehr In der Verteidigung fehlen in Tim Conboy (Knieverletzung) und Bernhard Ebner (Schleimbeutelentzündung) zwei Eckpfeiler. Conboys Präsenz und Ebners Offensivqualitäten - er steuerte in der vergangenen Saison die meisten Scorerpunkte aller DEG-Verteidiger bei - sind nicht vollwertig zu kompensieren. Stephan Daschner kann bislang nicht an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Der neu hinzu gekommene Marco Nowak hat seine Sache ordentlich gemacht, Henry Haase ist zwar besser als der ausgemusterte Joonas Rönnberg, aber sicherlich noch steigerungsfähig. Dass der 24 Jahre alte Allroundspieler Marcel Brandt jetzt von Bundestrainer Marco Sturm für den Deutschland-Cup nachnominiert wurde, spricht für sich. Dabei war er eigentlich als Stürmer eingeplant.

Angriff Die größte Überraschung bislang ist die Leistung von Maxi Kammerer. Der 20 Jahre alte Stürmer ist schnell und technisch beschlagen. Es ist eine Freude, ihm zuzusehen - an der Seite des Routiniers Rob Collins, der mit seinen 38 Jahren bislang zu den Besten gehört. Alexej Dmitriev überrascht als Scorer und spielt ebenso stark wie der zuverlässige Edi Lewandowski. Daniel Weiß hat sich mit Abstrichen ordentlich eingeführt, während Alexander Barta seinen eigenen Ansprüchen noch hinterher hinkt. Das gilt vor allem auch für Drayson Bowman, Norm Milley und Chris Minard. Von den Nordamerikanern muss einfach noch mehr kommen, um die Play-offs zu erreichen. Brandon Yip ist erst jetzt zum Team gestoßen.

Verletzungspech Gleich fünf Spieler fehlten zuletzt. Conboy ist seit dem zweiten Spieltag bereits nicht mehr dabei, Ebner wurde am Ellenbogen operiert, Kapitän Daniel Kreutzer an der Schulter. Er könnte frühestens im März auflaufen, wahrscheinlich ist das aber nicht. Edi Lewandowski laboriert an einem Rippenbruch, Christoph Gawlik an einer Oberschenkelzerrung.

Fazit "Unter diesen Umständen bin ich mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden", sagt Trainer Christof Kreutzer. "Natürlich hatten wir uns ein paar Punkte mehr erhofft, und die hätten wir trotz der Verletzungsmisere auch holen können. Zum Beispiel hätten wir die beiden letzten Auswärtsspiele nicht verlieren müssen." 2:3 in Augsburg und 1:3 in Iserlohn lauteten die Resultate bei den direkten Konkurrenten. Die DEG, die in den beiden vergangenen Jahren jeweils Platz fünf belegte, hat noch drei Viertel der Saison vor sich und kann das Feld von hinten aufrollen.

Quelle: RP
 
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