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Düsseldorfer EG
400 DEG-Fans feiern 3:2-Sieg in Rosenheim

Düsseldorfer EG: 400 DEG-Fans feiern 3:2-Sieg bei den Starbulls Rosenheim
Norm Milley erzielte die 1:0-Führung. FOTO: american-sports.info
Rosenheim. Als die Freundschaft geschlossen wurde, waren viele von denen, die sie nun intensiv feierten, noch nicht geboren und der Rosenheimer Verein hieß auch noch anders. Geblieben ist das SB, das damals für Sportbund stand und heute für Starbulls steht. Von Thomas Schulze

Um das Entstehen der Freundschaft zu Beginn der 80er Jahre ranken sich viele Geschichten. So hatte der zehnmalige deutsche Meister SC Rießersee 1981 seinen Titel gegen die DEG (2:1) gewonnen – es war sein letzter. Der Respekt vor den Blau-Weißen aus Bayern hallt noch heute im Lied "Kling Glöckchen, klingelingeling" nach. Der Sportbund Rosenheim gewann im Jahr darauf erstmals die Meisterschaft und löste den Altmeister aus Garmisch ab. Das freute viele Anhänger am Brehmplatz. Aus der Sympathie wurde Freundschaft, die Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre gefestigt wurde. Einer der unvergessenen Höhepunkte war die Finalserie 1989 zwischen Rosenheim und der DEG, die die Oberbayern mit 3:1 zu ihren Gunsten entschieden. Es war ihr dritter und letzter Titelgewinn und der Auftakt der goldenen Jahre der DEG, die dann 1990, 1991, 1992,1993 und 1996 Meister wurde.

Gestern kam es endlich zum ersten Spiel seit Jahren. Schon am Mittag wurde rund um das Stadion bei blauem Himmel und 28 Grad kräftig gefeiert. Es waren zahlreiche Stände aufgebaut – vom Bierkrug-schubsen für Erwachsene bis zum Torwandschießen mit Puck und Eishockeyschläger für Kinder. Ein paar Dutzend Fans leisteten sich zudem das eigens für dieses Match entworfenen Trikot in den Farben beider Vereine, worauf vorne als Städtenamen "Düsselheim&Rosendorf" stehen, hinten "Tradition verbindet" und "7. Mann".

Ein großes Hallo gab es auch vor der DEG-Kabine, als Guido Kolodzyck dem Team einen Besuch abstattete. Der langjährige Eismeister und spätere Betreuer lebt seit drei Jahren in Ruhpolding. Und natürlich wurde bereits vor dem Spiel bei den Liedern der Toten Hosen kräftig mitgesungen.

Unmittelbar vor dem Spiel, als die Mannschaften an der blauen Linie standen, gab es eine wahrlich nicht alltägliche Begebenheit. Rainer Maria Schießler, katholischer Pfarrer in München, früher Kaplan in Rosenheim, erinnerte in Fan-Trikot und mit Stola kurz an alte Zeiten, sprach dann auf dem Eis ein Gebet, segnete Spieler und Fans und bekam anschließend prasselnden Applaus von den 3126 Zuschauern, darunter400 Düsseldorfer.

Wie bereits tags zuvor wurde der 38 Jahre alte Routinier Rob Collins geschont. Nach 20 Minuten blieb auch Verteidiger Stephan Daschner in der Kabine, den die Leiste zwickte. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte Mannschaftsarzt Ulf Blecker. Er bekam dann doch noch mehr Arbeit, als Manuel Strodel in die Kabine musste. Er war mit dem Kopf gegen die Bande geprallt und trug eine leichte Gehirnerschütterung davon. Die DEG nahm zwischen der 15. und 40. Minute eine Auszeit, wollte sich aber dann nicht blamieren, legte im Schlussdrittel eine Schippe drauf und gewann das hart umkämpfte Match mit 3:2.

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