| 21.58 Uhr

0:4-Auswärtspleite
DEG bezieht beim ERC Ingolstadt Prügel

Düsseldorfer EG bezieht beim ERC Ingolstadt Prügel
Torhüter Dan Bakala konnte die Pleite nicht verhindern. FOTO: american-sports.info
Ingolstadt. Die direkten Duelle liegen der Düsseldorfer EG einfach nicht. Am Donnerstagabend präsentierten sich die Rot-Gelben völlig indisponiert und verloren beim ERC Ingolstadt in der Deutschen Eishockey Liga mit 0:4 (0:1, 0:1, 0:2).  Von Roman Grombach

Damit verpasste es die DEG nicht nur, einen Gegner im Kampf um Pre-Play-offs auf Distanz zu halten. Die Schanzer, vor dem Spiel in der Tabelle auf Platz 11, sind durch den erkämpften Sieg vor 3805 Zuschauern punktgleich und zogen sogar an der DEG vorbei.

Trotz eines Gegentors, das nicht hätte zählen dürfen, war es eine in jeder Hinsicht verdiente Niederlage für die Rheinländer, die bereits in den zwei jüngsten Auswärtsspielen (Augsburg und Straubing) gegen tabellarisch schlechtere Teams verloren hatten.

Im Vergleich zum 3:2-Heimsieg am Dienstag gegen Iserlohn hatte DEG-Chefcoach Mike Pellegrims seinen Kader nur auf einer Position verändert: Henry Haase kehrte ins Team zurück. Für ihn saß Johannes Huß zusammen mit Marcel Brandt auf der Tribüne. Bei den Oberbayern hat die größte Veränderung indes hinter der Bande stattgefunden - Trainer Doug Shedden gab gegen die DEG sein Debüt. Ganz offensichtlich angespornt vom neuen Chef starteten die Ingolstädter dann auch wie die Feuerwehr. Doch trotz vieler Chancen erzielte der ERC bis zur ersten Pause nur einen Treffer durch Brett Olson in Überzahl. Die Rheinländer hatten gegen die bissig und in den Zweikämpfen aggressiv auftretenden Gastgeber oft das Nachsehen und schienen fast überrascht vom dem an sich zu erwartenden forschen Auftritt des Gegners.

Im Mitteldrittel keimte dennoch kurz Hoffnung bei den rund 70 DEG-Fans auf. Das Aufbäumen ihres Teams war jedoch ebenso schnell beendet, wie es nach der Pause begonnen hatte. Ingolstadt in der Folge wieder mit mehr Spielanteilen und dem zweiten Tor. Dass der Treffer keine Anerkennung hätte finden dürfen, weil Kael Moullierat seinen Stock zu hoch eingesetzt hatte, sahen die Schiedsrichter anders. Der Protest von Dan Bakala – der Torhüter war Düsseldorfs bester Akteur – bewirkte einen Videobeweis, doch der Treffer zählte.

Das Mitteldrittel komplettierte dann mit weiteren Gegentreffern durch John Laliberte und Michael Collins einen absolut enttäuschenden Auftritt der DEG.

Nach einer Übernachtung in Ingolstadt fährt die Düsseldorfer EG am Freitag weiter nach Berlin. In der Bundeshauptstadt wartet am Samstag (16.30 Uhr) ein absolutes Topteam auf die DEG - eine Leistungssteigerung wird also dringend nötig sein. Da trifft es sich gut, dass die Rot-Gelben gegen die Eisbären von mehr als 800 Fans unterstützt werden, die mit dem Sonderzug vom Rhein an die Spree reisen. 

 
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