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Düsseldorfer EG
Kreutzers famose DEG-Einkaufsbilanz

Bilder: Christof Kreutzer: Trainer und Urgestein
Bilder: Christof Kreutzer: Trainer und Urgestein FOTO: Laci Perenyi
Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG hat keinen Manager. Trainer Christof Kreutzer verantwortet daher auch die Kaderplanung, Verhandlungen und Verpflichtungen. In den zwei Jahren hat er ein goldenes Händchen bewiesen. Von Thomas Schulze

Das Erfolgsgeheimnis ist facettenreich. Dazu gehören Fitness, Teamgeist, spielerische Qualitäten, Taktik und Disziplin. Doch am Anfang von alledem stehen die Kaderplanung und Spielerverpflichtungen. Sie bilden die Grundlagen der dann folgenden Arbeit. Christof Kreutzer hat dabei in den vergangenen zwei Jahren meist goldrichtig gelegen. Seine Einkaufsbilanz ist exzellent.

Die Länderspielpause nutzt Kreutzer, um sich in Süddeutschland talentierte Spieler in der zweiten Liga anzusehen. "Man muss immer schauen", sagt er. Um den richtigen Spieler zu finden, setzt Kreutzer, der gut vernetzt über verschiedenste Quellen verfügt, zudem auf Tipps von fachkundigen Informanten, die Gespräche mit den Spielern und sein Bauchgefühl. "Es muss passen", sagt er.

Beim Blick auf seine Einkaufsliste ist er zufrieden. "Mathias Niederberger und Tim Schüle hatte ich schon im Nachwuchs", sagt er. "Tim ist ein junger Verteidiger. Ich wusste, dass er was kann. Aber es ist schön, dass er sich so entwickelt hat." Zu Niederberger muss der Coach nichts sagen, denn die Leistungen des Torhüters sprechen für sich. Mit einer Fangquote von 93,4 Prozent führt er die Statistik in der Deutschen Eishockey Liga an.

Aber Kreutzer ist auch mit der Verpflichtung von Norm Milley zufrieden. Dabei hatte der Kanadier, der am Sonntag 36 Jahre alt wird, zu Saisonbeginn enttäuscht. Er stand stellvertretend für die Torflaute, die in den ersten 20 Spielen bei der DEG herrschte. Doch davon ist längst keine Rede mehr. Milley ist inzwischen neben Ken Olimb der Top-Scorer der DEG. "Er entspricht genau dem, was ich erwartet habe", sagt Kreutzer, der nie an Milley gezweifelt hat. "Ich wusste, was er kann. Und dass er und seine Familie sich nach sieben Jahren in Wolfsburg hier erst einmal zurecht finden müssen, das ist doch klar."

Christof Kreutzer ist weit mehr als nur der Trainer der DEG. Er ist zugleich auch ihr Manager. Dass er die beiden Aufgaben in Personalunion verrichtet, empfindet er als Vorteil. "Wenn alles klappt, ist es gut", sagt er. "Der Vorteil ist, dass ich selber entscheiden kann. Da müssen die Spieler zu mir passen. Ansonsten ist es doch oft so, dass der Manager einen Kader komplett zusammenstellt, und der Trainer kommt zum Schluss und hat keinen Einfluss mehr darauf."

Kreutzer hat also nicht nur die sportlichen, sondern auch die wirtschaftlichen Aspekte im Blick. "Ich muss wissen, welche Position ich besetzen muss. Dann muss ich den entsprechenden Spieler suchen, der auch vom Etat her in den Kader passt", erklärt der Manager/Trainer. In den vergangenen beiden Jahren wurde der Etat erhöht. "Aber wir zahlen nicht, was andere zahlen. Das ist nicht so gesund."

Quelle: RP
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