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Düsseldorfer EG
Die schwersten Aufgaben machen Kreutzer am meisten Spaß

Bilder: Christof Kreutzer: Trainer und Urgestein
Bilder: Christof Kreutzer: Trainer und Urgestein FOTO: Laci Perenyi
Düsseldorf. Am Freitag in Ingolstadt, Sonntag gegen Köln – es wird hart für die DEG. Doch der Trainer macht seiner angeschlagenen Truppe Mut. Von Bernd Jolitz

Christof Kreutzer vermittelt alles andere als einen angeschlagenen Eindruck. Gut gelaunt plaudert der DEG-Trainer über die aktuelle Lage in der Deutschen Eishockey Liga und die anstehenden Aufgaben seines Teams beim ERC Ingolstadt und gegen die Kölner Haie - ohne dabei auch nur ansatzweise oberflächlich zu wirken. "Sicher, wir haben am vergangenen Wochenende beide Heimspiele verloren", erklärt der Coach. "Am Freitag gegen Mannheim waren wir ganz dicht dran, am Sonntag gegen Krefeld haben wir dagegen nicht gut gespielt. Wichtig ist aber, dass wir das jetzt schnell abhaken. Wir müssen daraus lernen, aber nicht alles Negative mit uns herumschleppen. Das ist Geschichte. Sonst könnten wir gleich von der Brücke springen."

Und das hat der 49-Jährige nun ganz sicher nicht vor. Im Gegenteil: Die Rückkehr der zuletzt verletzten DEG-Säulen Bernhard Ebner und Edi Lewandowski macht ihm Mut, das schwere Wochenende anzugehen. "Es ist gut, dass die Plätze bei uns wieder härter umkämpft werden", meint er. "Obwohl ich auch bisher niemandem mangelnden Einsatz vorwerfen konnte, hilft uns das Comeback der beiden doch, dass der eine oder andere seinen Hintern noch mehr bewegt."

Möglicherweise ist es für die DEG nach dem Null-Punkte-Wochenende sogar besser, gegen zwei ganz starke Mannschaften antreten zu können. Erfolgsdruck und Erwartungshaltung sind gegen Ingolstadt und Köln sicher nicht ganz so groß, als ob es nun gegen Bremerhaven oder Schwenningen ginge. "Ich persönlich finde es ohnehin super, gegen Top-Teams zu spielen", versichert der Trainer. "Es macht einfach Spaß, und auch meine Mannschaft ist dann vom Kopf her meist sensibler für ihre Aufgabe."

Beim 2:4 gegen Krefeld zum Beispiel war sie das nicht in jeder Situation. "Mich hat geärgert, dass wir zu viele eigene Fehler gemacht haben", erklärt Kreutzer. "Das ist genau das, worauf Krefeld auswärts wartet. Wir waren zu ungeduldig." In den Spielen zuvor sei das Problem ein anderes gewesen, meint er. Die DEG habe viele gute Spiele gemacht, dabei aber eindeutig zu wenige Punkte eingefahren. "Wir müssen langsam anfangen, uns auch zu belohnen."

Am Sonntag (16.30 Uhr) wird im 212. rheinischen Eishockey-Derby eine gute Leistung besonders notwendig sein, denn die Haie sind der große Favorit auf den Meistertitel. "Aber schlagbar sind sie dennoch", betont Co-Trainer Tobias Abstreiter und weckt damit den Appetit der Fans auf die Restkarten, die es für Sonntag noch gibt. Mehr als 1000 sind es noch, darunter sogar noch Stehplatz-Tickets in der Kurve, die sonst Gästefans vorbehalten sind. Diesmal sitzen jedoch alle Kölner Anhänger freiwillig im Oberrang. Wichtig: Der Dome öffnet bereits um 14.30 Uhr, und die DEG bittet wegen des großen Andrangs, entsprechend früh zu kommen.

Quelle: RP
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