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Düsseldorfer EG
Eishockey-Nationalmannschaft ohne DEG-Spieler

Porträt: Marco Sturm: Vom NHL-Star zum Bundestrainer
Porträt: Marco Sturm: Vom NHL-Star zum Bundestrainer FOTO: dpa, dna nic
Düsseldorf. Die Düsseldorfer bilden das Überraschungsteam der Liga, doch Bundestrainer Marco Sturm verzichtet auf sie. Von Thomas Schulze

Marco Sturm ist sehr zufrieden. Drei Tage lang hatte der neue Eishockey-Bundestrainer 26 Spieler in Garmisch-Partenkirchen in einem Trainingslager ohne Testspiel, aber mit Übungen im Bereich Teambuilding um sich geschart. Kurz bevor in der Deutschen Eishockey Liga die heiße Saisonphase beginnt, wollte er am System feilen und den Mannschaftsgeist stärken. "Wir müssen uns als Team wohlfühlen und eine Einheit bilden", argumentierte er. Die 26 Spieler, die er geladen hatte, waren seinem Ruf gefolgt. Das ist nicht selbstverständlich, hatte sich sein Vorgänger in der Vergangenheit doch so manchen Korb eingehandelt. Diesmal war es sogar umgekehrt, einige Spieler waren enttäuscht, dass sie nicht dabei sein durften.

In Düsseldorf herrscht hinter vorgehaltener Hand ein gewisses Unverständnis über Sturms Auswahl. Das ist nachvollziehbar, denn die DEG ist als Tabellenzweiter die Überraschungsmannschaft der Saison. Doch nicht ein einziger ihrer Spieler wurde in den Kader berufen. Damit ist die DEG der einzige Klub aus der oberen Tabellenhälfte, der keinen Spieler abgestellt hat. Vom Tabellenneunten Köln wurde vier, vom Tabellenzehnten Hamburg drei Akteure für stark genug befunden.

Hat Marco Sturm etwas gegen die DEG? Der Verdacht könnte aufkommen, zumal DEG-Trainer Christof Kreutzer, der beim Deutschland-Cup im November noch gemeinsam mit dem Hamburger Sean Aubin als Sturms Assistent fungierte, ebenfalls nicht eingeladen wurde. Doch diese Deutung lehnt Kreutzer ab und erklärt: "Sean war in Garmisch auch nicht dabei. So konnten wir bei unseren Mannschaften bleiben." Und auch was die Spieler betrifft, hatte Sturm durchaus Gründe, auf die Düsseldorfer zu verzichten. Das Verteidiger-Paar Bernhard Ebner/Stephan Daschner hat er im November gesehen. Letzterer ist nach einer Handoperation noch nicht einsatzfähig. Torhüter Mathias Niederberger hat Sturm sicher auf dem Zettel, und für talentierte Stürmer wie Manuel Strodel, Marcel Brandt oder Max Kammerer käme eine Berufung noch zu früh. Die WM-Vorbereitung beginnt Anfang April. "Wenn sich noch einer aufdrängt, ich lasse mich gerne überraschen", sagte Sturm.

Quelle: RP
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