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Düsseldorfer EG
Entwarnung bei DEG-Verteidiger Conboy

Düsseldorfer EG: Entwarnung bei Tim Conboy
Tim Conboy ist erleichtert, nachdem jetzt endlich die genaue Diagnose seiner Knieverletzung vorliegt. FOTO: Birgit Häfner
Düsseldorf. Knapp vier Wochen nachdem der 34 Jahre alte Amerikaner die Knieverletzung erlitt, wurde jetzt ein MRT gemacht. Das Kreuzband ist nicht verletzt. Conboy kann in vier Wochen wieder spielen. Von Thomas Schulze

Als die Kamera Tim Conboy und seine Frau Sheena im ISS-Dome einfing und das Bild auf dem neuen Videowürfel erschien, brandete herzlicher Beifall auf. Es waren die akustischen Genesungswünsche der DEG-Fans an den Verteidiger, der sich im zweiten Saisonspiel gegen Berlin einen harten Schlagabtausch mit Spencer Machacek lieferte und dabei weitaus mehr als nur ein blaues Auge davon trug.

Nicht nur das Gesicht war lädiert, sondern auch das Knie. Dass er bei der Prügelei einen Innenbandabriss erlitten hatte, stand schnell fest. Doch dann mussten Conboy und die DEG vier Wochen lang zittern. So lange dauerte es, bis der Bluterguss im Knie so weit abgeklungen war, dass ein MRT genauen Aufschluss darüber geben konnte, ob auch das Kreuzband gerissen ist. "Die Aufnahmen zeigen ganz klar, dass es in Ordnung ist", sagte Trainer Christof Kreutzer. "Und das Innenband ist größtenteils verheilt. Ich hoffe, dass Tim uns nach dem Deutschland-Cup wieder zur Verfügung steht."

Wenn der Zeitplan aufgeht, würde er am 11. November gegen Mannheim wieder spielen - ebenso wie Bernhard Ebner, dessen Operation am Ellenbogen, wo ein Schleimbeutel entfernt wurde gut verlaufen ist, und Christoph Gawlik, der an einer Oberschenkelzerrung laboriert.

Kreutzer und Conboy sind erleichtert, dass die Befürchtung eines Kreuzbandrisses sich nicht bewahrheitet hat. "Das wäre ein Tiefschlag gewesen, für Tim, aber auch für die Mannschaft", sagt der Coach. Verständlich, schließlich hatte Conboy diese Verletzung im November 2014 erlitten und neun Monate pausieren müssen.

Wer Tim Conboy privat erlebt, erkennt ihn auf dem Eis oft nicht wieder. Der Familienvater ist höflich, besonnen, nett. Doch auf dem Eis gibt er oft den Bad Boy. Wird einer seiner Mitspieler angegangen, ist er zur Stelle und verteidigt ihn wie eine Löwen-Mutter ihre Jungen. "Tim steht auf dem Eis seinen Mann, er spielt hart, so lieben wir ihn", sagt Trainer Christof Kreutzer. Die Gegner mögen ihn genau aus diesem Grund nicht besonders.

Aber Kreutzer hat auch mit Conboy an dessen Rauflust gearbeitet. "Tim ist ein absoluter Leader, der natürlich auch Vorbildfunktion hat", nimmt der Coach den Amerikaner in die Pflicht. "Ich erwarte von ihm, dass er auch die richtige Dosierung der Härte im Team platziert."

Tim Conboy ist der Spieler mit den meisten Tattoos und den meisten weiblichen Fans. Sie spiegeln seine zwei Seiten wider: die des harten Draufgängers und liebevollen Familienvaters.

Quelle: RP
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