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Dan Bakala
"Wir können jeden Gegner schlagen"

Düsseldorfer EG: Goalie Don Bakala im Interview
DEG-Torhüter Dan Bakala wird nach dem 2:0-Sieg gegen Nürnberg von den Fans gefeiert. FOTO: Birgit Häfner
Düsseldorf. Der 29 Jahre alte DEG-Goalie Don Bakala spricht über seine neue Mannschaft, über das Eishockey in Deutschland, aber auch über Düsseldorf, die tollen Bäckereien und leckeren Kuchen. Von Thomas Schulze

"Bakala, Bakala", schallte es nach dem 2:0-Sieg gegen Nürnberg durch den ISS-Dome. Für Dan Bakala war es der zweite Sieg im fünften Spiel, sein erster ohne Gegentor. Der 29 Jahre alte Kanadier war kurzfristig verpflichtet worden, weil Nationaltorhüter Mathias Niederberger verletzt ausfällt und die Last nicht allein dem jungen Timo Herden aufgebürdet werden soll. "Dan ist ein erfahrener Torhüter, der schon in Europa gespielt hat. Wir brauchten ihn, und er ist da", sagt Trainer Mike Pellegrims zufrieden. Der Keeper war gegen Nürnberg der große Rückhalt.

Herr Bakala, es war Ihr erster Shutout bei der DEG. Ist das nicht für einen Torhüter ein herrliches Gefühl?

Bakala Es geht nur um den Sieg. Wir hatten in letzter Zeit kein Glück, obwohl wir hart gearbeitet und viele Chancen hatten. Deswegen ist der Sieg heute besonders wichtig.

In den vergangenen Spielen war Ihre Leistung ebenfalls gut, doch mussten Sie von hinten mit ansehen, wie Ihre Kollegen reihenweise Chancen vergeben. Verzweifelt man da als Torwart?

Bakala Nein, du kannst da nichts sagen, wenn du die Spiele gesehen hast. Wir haben den Pfosten getroffen, knapp vorbeigeschossen oder gegen gute Torhüter gespielt, da kannst du niemandem einen Vorwurf machen. Wir hatten immer Chancen, die Spiele zu gewinnen, aber aktuell müssen wir nun mal zehnmal härter arbeiten, um das Scheibenglück zu bekommen.

War die Mannschaft in den vergangenen Tagen nicht frustriert? Herrschte eine andere Stimmung in der Kabine oder beim Training?

bakala Nein, das glaube ich nicht. Die Jungs, die fürs Toreschießen zuständig sind, haben sich verantwortlich gefühlt. Aber wir wussten ja alle, dass wir immer hart gearbeitet haben und einfach so weitermachen mussten, um wieder Scheibenglück zu bekommen.

Was lief gegen Nürnberg besser als zuletzt?

bakala Wir haben einfach nicht nachgelassen. In den letzten Spielen hatten wir viele Höhen und Tiefen, dieses Mal eben nicht. Wir haben zwar die meiste Zeit hart gearbeitet, aber es gab ein paar Momente, in denen es nicht lief. Heute war die ganze Mannschaft von der ersten bis zur letzten Sekunde bei 100 Prozent. Genauso wollten wir auftreten.

War es schwer für Sie, im ersten Drittel im Spiel zu bleiben, weil Sie fast nichts zu tun bekamen?

Bakala Nein, wenn man so viele Spiele spielt, hast du Erfahrung mit jeder Spielsituation. Das ist keine Überraschung. Du weißt, wie du damit umzugehen hast.

Sie sind jetzt ein paar Wochen hier in Düsseldorf. Wie gefällt es Ihnen?

bakala Ja, Düsseldorf ist eine tolle Stadt. Es gibt schöne Bäckereien, viele leckere Kuchen. Jeder ist sehr nett zu mir, ich bin sehr glücklich, hier zu sein.

Was sagen Sie zur Liga?

bakala Oh Mann, die ist hart.

Härter als erwartet?

bakala Nein, es ist eine erste Liga in Europa, deren Mannschaften in der Champions League mithalten können. Ich habe nicht weniger erwartet.

Morgen geht es zu einer Mannschaft, die Titelaspirant und Champions-League erfahren ist - nach Mannheim.

bakala Das wird natürlich nicht leicht, aber wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner eine Chance haben, jeden Gegner schlagen können, wenn wir unsere Leistung über 60 Minuten bringen, also dann auch in Mannheim.

THOMAS SCHULZE FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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