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Düsseldorfer EG
DEG heizt den Konkurrenzkampf an

Düsseldorfer EG heizt den Konkurrenzkampf an
Eduard Lewandowski kehrt in den DEG-Kader zurück. FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Die zuletzt angeschlagenen Bernhard Ebner und Eduard Lewandowski sind zurück im Kader des Eishockey-Klubs. Cheftrainer Christof Kreutzer kommt dies vor dem heutigen Spiel in Ingolstadt gerade recht. Von Roman Grombach

Eine an sich leichte Rechnung wird für Christof Kreutzer zu einer durchaus kniffligen Aufgabe. Denn dem Cheftrainer der DEG stehen in Bernhard Ebner und Eduard Lewandowski zwei weitere Spieler zur Verfügung. Damit hat er einen Profi zu viel für die heutige Partie beim ERC Ingolstadt (19.30 Uhr) und muss einen streichen. Wer auf der Tribüne zusehen muss, ist noch nicht entschieden. Der neue Konkurrenzkampf im Team kommt Kreutzer nach zuletzt drei Niederlagen in Folge aber sehr gelegen.

So war seine Wortwahl bereits nach dem 2:4 zu Hause gegen Krefeld von deutlicher Natur. "Wir haben zu viele Fehler zugelassen. Aber das wird sich ändern. Dafür werde ich sorgen", hatte der Coach gesagt. Frei interpretiert bedeutete das, dass Kreutzer die Zügel in dieser Woche im Training hatte anziehen wollen. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch präzisierte er dann, "viele Dinge nicht dulden" zu wollen. Kein Spieler habe einen Freifahrtschein. Wer sich hängen lässt sollte mit einer Pause rechnen.

"Man muss bei jedem Einzelnen unsere Linie erkennen. In jeder Begegnung und in jedem Training. Wer die nicht mitgeht, kann an der Playstation spielen, aber nicht auf dem Eis", sagte Kreutzer. "Natürlich darf jeder mal einen Fehler machen. Das geht ja gar nicht anders. Aber sie dürfen sich nicht häufen." Als Druck oder gar Drohung wollte der Trainer seine Worte aber nicht verstanden wissen. Zumal er bei allem Ärger und trotz des derzeit vorletzten Tabellenplatzes auch gute Auftritte seiner Mannschaft ausgemacht hat. Nun sollen endlich auch Punkte geholt werden: "Wir müssen uns langsam mal belohnen. Und dafür müssen wir konsequent sein. In allem, was wir tun."

Die nächste Gelegenheit, Zählbares einzufahren, gibt es heute in Ingolstadt. Während Tim Conboy (steht vor einer baldigen Rückkehr), Daniel Kreutzer (frühestens Play-offs) und Christoph Gawlik (noch mehrere Wochen Pause) weiterhin verletzt fehlen, kehren Verteidiger Ebner und Stürmer Lewandowski gegen die Oberbayern ins Team zurück. Die Entscheidung, ob die Düsseldorfer mit sechs oder sieben Defensivleuten antreten, ist intern bereits gefallen. Dementsprechend stünden 13 oder eben nur zwölf Offensivkräfte im Team, weil inklusive der zwei Torhüter maximal 21 Akteure auflaufen dürfen. Unter der Annahme, dass Kreutzer die beiden Rückkehrer erst einmal langsam an die volle Belastung gewöhnen möchte, wäre ein siebter Verteidiger sinnvoller, um Ebner Pausen bieten zu können. Der Coach ließ allerdings offen, wer heute nach Bayern mitfährt, dort dann aber nur Zuschauer sein wird.

Das bislang einzige Saisonduell mit den Donaustädtern entschieden die Rot-Gelben im Rather Dome mit 6:2 klar für sich. "Das war ein sehr positives Spiel und Ergebnis, wobei man ja weiß, dass man Heim- und Auswärtsspiele grundsätzlich nicht miteinander vergleichen kann", sagt Kreutzer. Die Panther stehen derzeit auf dem sechsten Platz und weisen zehn Punkte mehr auf als die DEG. Sie haben allerdings auch drei Spiele mehr absolviert. Auf die Nachholspiele will sich Kreutzer dennoch nicht verlassen und am liebsten heute punkten. Nach einer wohlüberlegten Personalentscheidung.

Quelle: RP
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