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Düsseldorfer EG
Ken Olimb ist der Motor der DEG

Düsseldorfer EG: Ken Olimb ist der Motor der DEG
Ken Olimb hat in den letzten vier Spielen immer getroffen, in Köln sogar zwei Mal. FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Vier Siege in Folge und eine Torflut haben die Düsseldorfer auf Rang fünf vorrücken lassen. Der monatelang schwächste Angriff der Liga ist jetzt auf Touren gekommen und hat in vier Spielen 23 Tore erzielt. Von Thomas Schulze und Roman Grombach

Eishockey ist nicht nur die schnellste Mannschaftssportart der Welt, sondern auch ein ziemlich schnelllebiges Geschäft. Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass der Haussegen bei der Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft schief hing. Da hatte die Mannschaft das Heimspiel gegen Wolfsburg sang- und klanglos mit 0:3 verloren und war von einem Teil der Fans verhöhnt worden. Trainer Christof Kreutzer ging auf die Barrikaden und wies die Anhänger darauf hin, dass sie Teil des Teams seien. Zugleich wusch er seinen Schützlingen gehörig den Kopf und stellte die Reihen um. Es folgten vier Siege in Folge - 6:3 in Köln, 7:1 gegen Hamburg, 8:4 in Augsburg und 2:1 in Ingolstadt -, die die DEG auf Rang fünf vorrücken ließen. Dabei gelangt Kreutzer zu der nicht alltäglichen Erkenntnis: "Die 0:3-Niederlage gegen Wolfsburg war genau so wichtig wie der 6:3-Sieg in Köln."

Bei der DEG scheint der Knoten geplatzt, nachdem Kreutzer der Kragen geplatzt ist, doch davon will der Trainer nichts wissen: "Ich habe den Jungs immer vertraut. Sie haben immer hart gearbeitet und sich jetzt dafür belohnt."

Paradebeispiel dafür ist Ken Olimb. Der 26 Jahre alte Norweger arbeitet kontinuierlich und ist jetzt prächtig in Form. In den letzten vier Spielen hat er immer getroffen, in Köln sogar zwei Mal. "Er ist unser Motor", sagt Christof Kreutzer. "Er treibt das Spiel an und ist sehr wichtig für uns. Er gibt nie auf und trifft jetzt auch." Allerdings harmoniert Olimb jetzt auch mit seinen neuen Nebenspielern Norman Milley und Manuel Strodel deutlich besser.

Noch überraschender als die vier Siege in Folge war deren Höhe. In den vier Spielen erzielten die Rot-Gelben 23 Tore, nachdem sie in 20 Spielen zuvor lediglich 42 Treffer erzielt hatten. Fast drei Monate lang war die DEG die Mannschaft mit den wenigsten geschossenen Toren in der Liga gewesen, was den Anhängern große Sorgen bereitet hatte. "Die Chancen sind da, und wenn wir so weiter arbeiten, werden die Tore auch fallen", hatte Kreutzer geradezu gebetsmühlenartig wiederholt. Er fühlt sich jetzt natürlich bestätigt. Unheimlich sind ihm aber weder die vier Siege in Folge, noch die Torflut. "Siege sind mir nie unheimlich", sagt er. "Ich habe immer gesagt, dass wir noch Luft nach oben haben. Jetzt sind wir in höhere Lüfte vorgedrungen, haben Selbstvertrauen getankt. Ebenso wichtig ist, dass wir defensiv stabil bleiben."

Quelle: RP
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