| 22.04 Uhr

Düsseldorfer EG
DEG kommt schlecht aus der Pause

Düsseldorfer EG kommt schlecht aus der Pause
Für Marcel Brandt war es ein besonderes Spiel. FOTO: american-sports.info
Straubing. Die Eishockey-Profis vergeben bei den Straubing Tigers zwei Penaltys und verlieren die erste Partie nach der rund zweiwöchigen Liga-Unterbrechung 1:2. Am Sonntag kommt der ERC Ingolstadt in den Rather Dome. Von Roman Grombach

Christof Kreutzer brauchte nach der Schlusssirene einige Momente, um sich zu beruhigen. Eine weitere Strafzeit gegen sein Team vom insgesamt schwach pfeifenden Schiedsrichtergespann hatte ihn bei der Partie seiner DEG bei den Straubing Tigers aus der Fassung gebracht. Doch an den Unparteiischen lag es nicht, dass die Rot-Gelben am 45. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) vor 4933 Zuschauern verloren. Damit rutschte die DEG von dem zweiten auf den dritten Rang.

Auch das zweite Spiel in dieser Saison in Niederbayern war für Marcel Brandt noch ein besonderes. Schließlich wurde er gerade einmal gute 40 Kilometer vom Spielort entfernt in Dingolfing geboren. In der Jugend spielte der 23-Jährige überwiegend für den EV Regensburg. Doch den Sprung in die DEL ermöglichte ihm später der EHC Straubing. Drei Spielzeiten blieb der gelernte Stürmer am Pulverturm, ehe er sich vor der aktuellen Saison in Richtung Rheinland aufmachte, um neue Erfahrungen zu sammeln. Dem Ruf der Düsseldorfer, die seit Jahren hierzulande als erste Anlaufstation für junge deutsche Talente gelten, konnte sich auch Brandt nicht entziehen.

Bei den Rot-Gelben entwickelt er sich seitdem zur Überraschung der Saison. Und nach den jüngsten Verletzungssorgen in der Verteidigung auch zu einer Allzweckwaffe. Kreutzer machte Brandt aufgrund dessen Zweikampfstärke und läuferischen Fähigkeiten zum Ersatzverteidiger. Brandt meisterte seine neue defensive Aufgabe auf Anhieb ordentlich und lief so aucham Freitag noch an der Seite von Bernhard Ebner auf, obwohl sich in Joonas Rönnberg zumindest einer der drei bislang verletzten Abwehrspieler zurückmelden konnte.

Kreuzter bewies bei seiner Aufstellung einmal mehr ein feines Gespür und beorderte Brandt an dessen alter Wirkungsstätte in die Starting Six. Damit war Brandt auch direkt mittendrin in der schnellen Partie, in der dieGäste ihren Gegner zu Beginn früh attackierten und so zu Fehlern zwangen. Nachdem sich Straubing davon ein wenig befreien konnte, entstand ein packendes Spiel auf Augenhöhe. Tore fielen allerdings trotz einiger guter Gelegenheiten auf beiden Seiten bis zur ersten Pause aber nicht. Die größte Möglichkeit vergab Corey Mapes bei einem verschossenen Penalty. Im Mitteldrittel tat es ihm Preibisch in etwa zur Spielhälfte gleich. Auch er scheiterte an Straubings Goalie Matthew Climie. Zu diesem Zeitpunkt führte die DEG jedoch bereits mit 1:0. Rob Collins hatte einen Abpraller in Überzahl verwertet. Nach dem Fehlschuss von Preibisch traf Mike Hedden noch auf der Gegenseite, so dass es erneut mit einem Remis in die Pause ging. Für die Entscheidung in der aufgrund der Schiedsrichterleistung von Daniel Piechaczek und Jens Steinecke immer hitziger werdenden Begegnung sorgte schließlich Steven Zalewski.

Brandt wird wohl auch am Sonntag gegen Ingolstadt (17.45 Uhr, Dome) als Verteidiger auflaufen. Zwar soll Tim Schüle sein Comeback feiern, doch Tim Conboy ist nach der dritten großen Strafe gesperrt. 

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorfer EG kommt schlecht aus der Pause


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.