| 07.19 Uhr

Düsseldorfer EG
DEG gegen Meister und Angstgegner

Düsseldorfer EG spielt gegen Meister und Angstgegner Mannheim
Rob Collins (am Puck) ist mit vier Treffern in 14 Spielen der erfolgreichste Torschütze der DEG. FOTO: Birgit Häfner
Düsseldorf. Die Mannschaft von Christof Kreutzer hat zwei dicke Brocken vor der Brust. Am Freitag kommt in Titelverteidiger Mannheim die Mannschaft der Stunde in den ISS-Dome, am Sonntag geht es dann nach Iserlohn. Von Thomas Schulze

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft hat in ihren bisherigen 14 Begegnungen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die wenigsten Tore geschossen (32), aber auch die drittwenigsten Gegentreffer (34) kassiert. Das bedeutet aber keineswegs, dass der Unterhaltungswert von DEG-Spielen gering ist, denn es gab eine Fülle von Chancen, die nicht genutzt wurden.

An diesem Wochenende trifft die Mannschaft von Christof Kreutzer innerhalb von 48 Stunden auf die beiden Gegner, gegen die es die torreichsten Spiele gab. Am Freitag kommt Meister Mannheim in die Landeshauptstadt und sinnt auf Revanche für die 3:4-Niederlage gegen die DEG. Am Sonntag geht es zu den Iserlohn Roosters, wo die Düsseldorfer das erste Treffen mit 5:6 verloren. "Unsere Zielsetzung ist klar", sagt Co-Trainer Tobias Abstreiter. "Wir wollen zum zweiten Mal gegen den Meister gewinnen und dann unsere schwarze Serie in Iserlohn beenden."

Kein leichtes Unterfangen, denn nach einem schwächeren Start haben die Adler Mannheim zu einem Höhenflug angesetzt und sind in der DEL die Mannschaft der Stunde. Mit fünf Siegen in Folge haben sie das Feld von hinten aufgerollt und sind inzwischen auf Rang vier vorgerückt. "Sie werden ihre Serie fortsetzen und sich die Punkte holen wollen, die wir ihnen geklaut haben", sagt DEG-Trainer Christof Kreutzer.

Fotos: DEG schlägt die Haie im Derby 2:1 FOTO: dpa, hka nic

Der Kader des Meisters ist natürlich deutlich teurer und hochkarätig besetzt. Mit Blick darauf kann sich Kreutzer einen kleinen Seitenhieb ob der Einkaufpolitik der Kurpfälzer nicht verkneifen: "Die Mannheimer holen viele Top-Spieler, die dann so manches Mal auf der Tribüne sitzen. Da verstehe ich sie manchmal nicht." Die Qualität des ausgeglichenen Kaders sei aber sehr hoch. "Wer bei denen in der fünften Reihe spielt, würde woanders vielleicht in der ersten spielen", sagt Kreutzer. Dieser großen Qualität ist es möglicherweise geschuldet, dass die DEG sich heute nicht gleich reihenweise Chancen erspielen wird. Doch das ist für Kreutzer kein Probleme: "Vielleicht brauchen wir mal weniger Chancen, um mehr Tore zu schießen."

Die Zuschauer - heute werden wieder rund 7000 Fans in Rath erwartet - würde es freuen, doch sie nimmt Kreutzer ebenso in die Pflicht wie seine Spieler: "Wir brauchen die Fans. Sie müssen uns tragen und nach vorne peitschen. Spieler und Anhänger müssen spüren, dass sie den Sieg gemeinsam holen wollen."

Bilder: Christof Kreutzer: Trainer und Urgestein FOTO: Laci Perenyi

In Iserlohn wird es darum gehen, den eigenen Kasten gegen den erfolgreichsten Angriff der Liga - die Roosters erzielten bereits 47 Tore - dicht zu machen. In der jüngeren Vergangenheit hat das nicht geklappt, denn die DEG kassierte in Iserlohn in den jüngsten drei Spielen 22 Gegentore (0:8, 1:8, 5:6). "Dort zu spielen, ist immer sehr schwierig", sagt Kreutzer. "Das ist ein Hexenkessel, in dem die Emotionen hoch gehen. Da muss man klug und diszipliniert spielen."

Dazu müssen vor allem die erfahrenen Spieler ihren Teil beitragen. Das erste Treffen im Sauerland stimmt die Düsseldorfer hoffnungsfroh, denn da kamen sie zweimal beeindruckend zurück - nach dem 0:4-Rückstand auf 3:4 und nach dem 3:6-Rückstand auf 5:6. Wie Mannheim in Düsseldorf so sinnt die DEG in Iserlohn auf Revanche - das Wochenende hat es in sich.

Quelle: RP
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