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Torwarttrainer Michael Elmer
"Starke Torhüter haben Luft nach oben"

Das ist Mathias Niederberger
Das ist Mathias Niederberger FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Michael Elmer arbeitet in seiner zweiten Saison als Torwarttrainer mit Mathias Niederberger und Felix Bick. Elmer spricht über ihr Leistungspotenzial, die Unterschiede und verrät, warum Niederberger einen kleinen Schritt weiter ist. Von Roman Grombach

Mit einer äußerst starken Vorstellung feierte Felix Bick, hinter Mathias Niederberger die Nummer zwei im Tor der Düsseldorfer EG, am Sonntag ein bemerkenswertes wie gelungenes Saisondebüt in der DEL. Einer, mit dem er regelmäßig arbeitet, ist Torwarttrainer Michael Elmer. Wir haben mit dem 28-jährigen Goalie-Coach über Bicks überzeugendes Saisondebüt und das Zusammenspiel mit Mathias Niederberger (23 Jahre) gesprochen.

Herr Elmer, wie schätzen Sie die Leistung von Felix Bick in Krefeld ein?

Elmer Als sehr gut. Felix hat uns den Sieg festgehalten, war der Garant für den Erfolg. Er war konzentriert, ruhig und hat das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Ich bin sehr zufrieden.

Und wie hat die Mannschaft ihren Back-up gefeiert?

Elmer Bei uns ist es so, dass wir nach Spielen immer warten, bis alle in der Kabine sind. Erst dann spricht der Coach ein paar Worte zum Team. Am Sonntag kam natürlich Felix Bick nach den Interviews als Letzter rein und wurde dann sehr lautstark empfangen. Und klar hat auch Christof Kreutzer ihn in seiner Ansprache hervorgehoben.

Felix Bick hat erst im neunten Spiel seinen ersten, schon länger angekündigten Einsatz erhalten. Welcher Rhythmus ist sinnvoll, wenn die Rollen als Stamm- und Ersatztorhüter so klar verteilt sind, wie derzeit bei der DEG?

Elmer Da gibt es keine genauen Zahlen. Es macht keinen Sinn, dass der Back-up etwa alle neun oder alle sechs Spiele mal ran sollte. Das ist ja auch von den Ergebnissen abhängig.

Bei Felix Bick war es in Krefeld nun ausgerechnet ein Derby bei seinem Saisondebüt. Bedeutet das für einen jungen Torhüter mehr Motivation oder doch eher einen erhöhten Druck?

Elmer Ich sehe das eher als zusätzliche Motivation. Zumal Felix mal kurz in Krefeld gespielt hat. Es war sicher ein interessantes Spiel für ihn und ich habe auch keinerlei Anzeichen von Druck bei ihm gesehen. Im Gegenteil, er hat sich mit einer sehr guten Leistung im Kampf um den Platz im Tor gut positioniert.

Was heißt das genau?

Elmer Felix hat sich seine Chance durch extrem fleißiges Training hart erarbeitet. Er macht immer seine Hausaufgaben und wartet geduldig auf seine Chance. Die hat er gegen Krefeld absolut überzeugend genutzt. Was nicht heißt, dass es nicht noch Dinge gab, die wir weiter verbessern können. Bei aller berechtigten Euphorie um Felix - er ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung. Das gilt aber auch für Mathias. Beide sehen das zum Glück selbst auch so und wollen an sich arbeiten. Das ist das tolle bei uns und erleichtert mir meinen Job.

Stichwort Niederberger. Auch mit ihm gehen Sie in ihr zweites Jahr der Zusammenarbeit. Wie groß sind bislang die Fortschritte bei den beiden?

Elmer Mathias ist für mich der beste Schlittschuhläufer unter den DEL-Torhütern und technisch super ausgebildet. Auch im Sommer hat er in Kanada noch mal akribisch an sich gearbeitet. Das merkt man. Felix hat auch einen Sprung gemacht und seine neue Rolle als Nummer zwei angenommen. Felix hat im Vergleich ein bisschen weniger Erfahrung als Mathias, der in seiner Jugend in Nordamerika viel gelernt hat. Felix schaut sich im täglichen Training viel ab und entwickelt dennoch seinen eigenen Stil. Das ist gut. Bei beiden gibt es noch Luft nach oben, wir arbeiten an Kleinigkeiten.

Quelle: RP
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