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Düsseldorfer EG
Verletzungsserie lähmt die DEG

Düsseldorfer EG: Verletzungsserie lähmt die DEG
Daniel Kreutzer zog sich Anfang Oktober gegen München eine schwere Schulterverletzung zu. FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Für das Trainerduo Christof Kreutzer und Tobias Abstreiter sind die vielen Blessuren ein Hauptgrund für das schwache Abschneiden. Kapitän Daniel Kreutzer kommt diese Saison vielleicht noch zurück, Christoph Gawlik eher nicht. Von Bernd Jolitz

Christof Kreutzer und Tobias Abstreiter tun sich schwer mit dem Thema Verletzungen. "Wir greifen es sehr ungern auf", erklärt der Cheftrainer der DEG, und sein Assistent Abstreiter ergänzt: "Weil es immer nach einer Ausrede klingt, wenn es gerade nicht so läuft." Und das tut es beim Eishockeyklub derzeit wirklich nicht, auch wenn er mit dem Coup gegen die Kölner Haie (4:2) und dem Penalty-Erfolg in Straubing immerhin zwei Erfolgserlebnisse aus den jüngsten vier Partien sammelte.

Vor dem DEL-Wochenende mit den Partien heute in Schwenningen und am Sonntag (19 Uhr) gegen Augsburg sieht sich die DEG und somit auch das Trainerduo in den sozialen Netzwerken heftiger Kritik gegenüber. Diese veranlasst die beiden dann doch, die Verletzungsserie stärker in den Blickpunkt zu rücken. "Es ist nicht dasselbe, ob einem gleichmäßig topbesetzten Klub wie Köln zwei wichtige Spieler fehlen oder uns", betont Kreutzer.

Zuletzt waren es überdies stets weit mehr als zwei Stammkräfte, die der DEG fehlten. "Ich habe jede Woche ein ganz anderes Team", klagt der Trainer. Vor allem in der Abwehr muss er immer wieder improvisieren, was auch Abstreiter herausstreicht: "Letztens hatten wir den Fall, dass einer unser Verteidiger auf der Strafbank saß. Da hatten wir plötzlich nur drei Abwehrspieler zur Verfügung - der Rest war verletzt."

Mit der Rückkehr von Henry Haase und am Sonntag vielleicht auch noch Marco Nowak sieht es in der Defensive wieder etwas besser aus, zumal da Tim Conboy endlich Spielpraxis sammeln kann. Bis der DEG-Angriff wieder von den Qualitäten des Kapitäns Daniel Kreutzer profitieren kann, wird es freilich noch dauern. "Mein Bruder ist im Heilungsprozess seiner Zeit voraus", sagt der Chefcoach mit Blick auf die schwere Schulterverletzung, die sich der 37-Jährige Anfang Oktober gegen München zugezogen hatte. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass Daniel es schaffen kann, uns in der Endphase der Saison noch zu helfen. Vor Ende Januar kann man dazu aber keine seriöse Aussage treffen." Anders sieht Kreutzer den Fall Christoph Gawlik, der seit seinem Wechsel aus Ingolstadt eigentlich nie gesund war. "Er ist jetzt anderthalb Jahre bei uns und hat zweieinhalb Spiele für uns gemacht", rechnet der Trainer vor. "Das ist ein schwieriges Thema, das wir erst einmal intern klären müssen. Christoph hat schon jetzt einen Riesen-Trainingsrückstand, so dass es für ihn von Tag zu Tag schwieriger wird." Zuversicht klingt anders.

Quelle: RP
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