| 22.11 Uhr

1:3-Pleite gegen Schwenningen
DEG mit Pfiffen verabschiedet

Düsseldorfer EG verliert gegen die Schwenninger Wild Wings mit 1:3
John Henrion traf zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Die DEG hat auch den zweiten Vergleich gegen die Schwenninger Wild Wings verloren. Vor 5768 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims mit 1:3. Am Sonntag tritt das Team beim Meister in München an. Von Thomas Schulze

Der Düsseldorfer EG droht ein Null-Punkte-Wochenende vor der Länderspielpause. Gegen Schwenningen bot die Mannschaft eine mäßige Leistung und verlor 1:3 (1:1, 0:0, 0:2). Sie ging nicht in die Zweikämpfe, wie dies nötig gewesen wäre. Zudem mangelte es erneut an Durchschlagskraft. Am Sonntag ist sie in München krasser Außenseiter. Erstmals gab es zum Schluss lautstarke Pfiffe.

Die Verletztenliste bei der DEG wird länger und länger – und es herrscht betretenes Schweigen. Kurz vor dem Spiel fiel auch noch Verteidiger Henry Haase aus. Es wird sich nicht zur Art der Verletzungen geäußert und auch nicht zur Verletzungsdauer. Ersteres könnten die Gegner schamlos ausnutzen, und bei letzteren könnten die Mediziner irren. All das ist nicht für die Stimmung im Umfeld förderlich. Nach Tim Conboy, Daniel Weiß, Rob Bordson und Alexandre Picard fällt nun auch noch Manuel Strodel aus. Über die Gründe dürfte in der anstehenden Länderspielpause reichlich spekuliert werden.

Trainer Mike Pellegrims änderte an der Formation gegenüber dem 4:0-Sieg gegen Bremerhaven nichts. Strodel konnte nicht ersetzt werden, weil kein weiterer Spieler mehr zur Verfügung stand. Die DEG spielte so erneut mit sieben Verteidigern, darunter die beiden 19 Jahre alten Taletne Johannes Huß und Nicklas Mannes. Im Sturm standen nur elf Akteure zur Verfügung, so dass die vierte Reihe ständig wechselnd ergänzt werden musste.

Da der Coach in den vergangenen Spielen vor allem mit der Defensivarbeit zufrieden war, änderte er am System nichts. Seine Schützlinge hatten in den jüngsten acht Begegnungen nut 16 Gegentore kassiert, davon nur zwei in Unterzahl. Doch die Gastgeber begannen keineswegs abwartend, sondern ergriffen die Initiative und gingen durch einen wunderschönen Schuss aus dem Handgelenk von John Henrion in Führung. Es war das neunte Saisontor des 26 Jahre alten Amerikaners, der damit erfolgreichster Düsseldorfer Torjäger ist. Die Freude währte jedoch nur zweieinhalb Minuten, da glich Giliati aus. Es war das erste Gegentor für die DEG nach 104:09 Minuten. Es hätte nicht viel gefehlt und die Rot-Gelben wären in Rückstand geraten, denn gleich zwei Schwenninger fuhren allein auf Torhüter Mathias Niederberger zu, der die Riesenchance jedoch vereitelte.

In der ersten Drittelpause zog dann ein Martinszug mit zwei Dutzend Kindern und ihren Laternen über das Eis, was in jedem Jahr ein schönes Bild ist. "Das ist inzwischen ein Brauch, der nicht nur den Kindern und ihren Eltern und Großeltern Freude bereitet, sondern auch den Zuschauern", sagte Pressesprecher Frieder Feldmann.

DEG fehlt die Durchschlagskraft

Das Spiel bereitete im Mittelabschnitt bereitete der DEG mehr Arbeit als Freude. Es blieb torlos. Die DEG war überlegen, doch ohne Durchschlagskraft.

Im Schlussdrittel gingen die Gäste durch Simon Danner in Führung. Da wurden unweigerlich Erinnerungen an das Hinspiel wach. Das hatte die DEG nach 1:0-Führung mit 1:5 verloren. So schlimm wurde es dann aber nicht – nur 1:3. Aber das war schlimm genug.

Am Dienstag findet um 19.30 Uhr im Cafe des Stahlwerks der nächste Stammtisch des Club 1935 statt. Zu Gast sind Kapitän Daniel Kreutzer und der künftige Karnevalsprinz und ehemalige Torhüter Carsten Gossmann.

 
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