1:5 in Schwenningen

DEG bricht nach dem ersten Drittel ein

Stephan Daschner brachte die DEG in Führung. FOTO: www.american-sports.info

Ein gutes Drittel ist einfach zu wenig: Nach zwanzig fulminanten Minuten stellte die Düsseldorfer EG den Spielbetrieb in Schwenningen nahezu komplett ein. Und so verlor die Mannschaft von Cheftrainer Mike Pellegrims vor 4314 Zuschauern verdient mit 1:5 (1:0, 0:3, 0:2) gegen den SERC.

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Schon vor der Partie in der Deutschen Eishockey Liga waren Gerüchte um einen neuen DEG-Torhüter bekannt geworden.

Im Schwarzwald vertrat noch Timo Herden erneut den verletzten Mathias Niederberger, der im Vergleich zur Niederlage gegen Berlin am Dienstag (2:4) nicht mal auf der Bank saß. Dort nahm in Schwenningen Hendrik Hane Platz, der damit Herden bei dessen dritten DEL-Spiel absicherte. Der erst 17 Jahre alte Hane spielt sonst bei den DEG-Junioren, trainierte aber bereits bei den Profis mit und hat bei Coach Pellegrims durchaus Eindruck hinterlassen. Dennoch deutet bei der DEG viel daraufhin, dass die Karten im Tor schon bald neu gemischt werden und ein neuer Mann an den Rhein wechseln wird. So brachten zunächst schwedische Medien Dan Bakala mit den Düsseldorfern in Verbindung. Der kanadische Torhüter stand zuletzt beim schwedischen Erstligisten Frölunda HC unter Vertrag und ist derzeit vereinslos.

Manager Niki Mondt wollte in Schwenningen auf Nachfrage erst nichts zu dem Thema sagen - dementieren aber auch nicht. Zudem bestätigte Mondt, dass es bei der DEG durchaus Überlegungen gab und gibt, auf der Torhüterposition personell nachzulegen. Auch den 29-jährigen Dan Bakala kenne er. Und so scheint es, als ob die DEG nach der Verletzung Niederbergers schon bald reagieren wird, auch wenn Mondt einen direkten Zusammenhang verneinte: "Wir gehen davon aus, dass Mathias nicht lange ausfallen wird. Aber natürlich hat die Verletzung das Thema Torhüter wieder auf den Tisch gebracht."

Der derzeit noch zweite Mann Timo Herden wurde gestern nach wenigen Sekunden erstmals gefordert und bestand diese Prüfung. Kurz nachdem der 22-Jährige ein zweites Mal für seine Farben rettete, fiel im Gegenzug das 1:0 für sein Team. Stephan Daschner erzielte nach Vorlage von Edi Lewandowski sein zweites Saisontor. Ein Treffer der einen starken Sturmlauf der Rheinländer einläutete, so dass sie bis zur ersten Pause höher hätte führen können. Oder besser: müssen. Denn es blieb bei der knappen Führung und das nutzten die Wild Wings eiskalt: Mirko Sacher besorgte nach Wiederanpfiff zunächst den Ausgleich mit einem Tor, bei dem der junge Herden nicht gut aussah.

Die DEG verlor daraufhin den Faden und überließen den Gastgebern mehr und mehr das Spielgeschehen. Von der schnellen und zielstrebigen Mannschaft der ersten 20 Minuten war nichts mehr zu sehen. Ein Doppelschlag durch Will Acton und Andreé Hult binnen neun Sekunden komplettierte schließlich ein durch und durch mieses Mitteldrittel der Düsseldorfer. War schon dieser Rückstand aufgrund des Leistungseinbruchs nicht unverdient, folgte unmittelbar nach Beginn des Schlussabschnitts die nächste kalte Dusche in Form des 1:4 durch Tobias Wörle. Die Entscheidung. Ein weiterer Patzer des oft auch allein gelassene Herden nährte die Hoffnung auf Bakala.

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