| 19.08 Uhr

Düsseldorfer EG
DEG nutzt ihre Chancen nicht

Düsseldorfer EG verliert in Iserlohn 1:3
Christof Kreutzer sah eine Niederlage seines Teams. FOTO: Christian Roth / American-Sports.Info
Düsseldorf. 30 Minuten lang war die DEG die bessere Mannschaft, doch nutzte sie ihre Überlegenheit nicht zu einem Torerfolg. Das rächte sich bitter. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer verlor bei den Iserlohn Roosters trotz einer großen Schlussoffensive mit 3:1 (0:0, 2:0, 1:1). Von Thomas Schulze

Natürlich wurden nur drei Punkte vergeben, doch es ging um mehr. Beide Mannschaften wollten sich mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause verabschieden und auch die Werbetrommel in eigener Sache rühren, denn die Begegnung wurde live im Fernsehen gezeigt. Entsprechend hitzig ging es von der ersten Sekunde an auf dem Eis und auf den Rängen in der mit 4967 Zuschauern ausverkauften Halle zu.

"Ich bin gerne in dem Hexenkessel", sagte Trainer Christof Kreutzer, dessen Mannschaft weiterhin ohne die fünf verletzten Spieler Tim Conboy, Bernhard Ebner, Daniel Kreutzer, Edi Lewandowski, und Christoph Gawlik auskommen musste. Die Iserlohner hingegen verzichteten auf einen Spieler freiwillig – auf Ashton Rome. Zwei Jahre hatte er bei der DEG gespielt, in beiden Spielzeiten wurde sie Tabellenletzter. Anschließend zwei Jahre in Schwenningen, die beide Male ebenfalls Letzter wurden. Im Sommer wechselte er nach Iserlohn und prompt waren die Roosters Letzter. Inzwischen haben sie ihn suspendiert und sich in der Tabelle vorgearbeitet.

Die Tabellennachbarn lieferten sich von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe, wobei die Gastgeber anfangs viel Druck machten, die Düsseldorfer aber die besseren Chancen und bei einem Pfostenschuss von Kurt Davis Pech hatten.

Im Mittelabschnitt war die DEG die dominierende Mannschaft. Sie war spielerisch besser, abgeklärter und ließ nur wenig im eigenen Drittel zu. Nach gutem, aber erfolglosem Überzahlspiel der DEG wurde es auf dem Eis plötzlich vogelwild; ein offener Schlagabtausch mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Das Überzahlspiel der Iserlohner war gewiss nicht besser, aber effektiver, so dass sie durch den frei stehenden Down in Führung gingen, als Kurt Davis auf der Strafbank saß. Nur drei Minuten später fiel die Vorentscheidung. Verteidiger Marco Nowak verlor vor dem Tor einen Zweikampf gegen Matthew Halischuk, der auf 2:0 erhöhte.

Das Zwischenresultat nach zwei Dritteln war für die Gastgeber schmeichelhaft. "Jetzt brauchen wir ein frühes Anschlusstor", sagte der verletzte Kapitän Daniel Kreutzer auf der Tribüne. Doch als Davis erneut in der Kühlbox hockte, war die DEG dem vorzeitigen K.o. sehr nahe, doch Torhüter Mathias Niederberger verhinderte ihn mit einer Glanzparade.

 

 
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