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Düsseldorfer EG
DEG verliert nach großem Kampf und packender Overtime

Düsseldorfer EG verliert nach großem Kampf und packender Overtime
Tyler Beskorowany überzeugte im DEG-Tor, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. FOTO: dpa, geb kno
Die Düsseldorfer müssen in Ingolstadt wieder in die Verlängerung. Diesmal aber unterliegen sie durch das Tor von Patrick Hager nach 76 Minuten mit 2:3. Am Donnerstag (19.30 Uhr) findet das nächste Treffen im ISS-Dome statt. Von Roman Grombach

Spannender geht es nicht. Nach dem 2:1-Sieg nach Verlängerung in Ingolstadt und der 2:5-Niederlage daheim war die DEG dem zweiten Auswärtssieg erneut ganz nahe. Diesmal hatten aber die Bayern das Glück auf ihrer Seite und setzten sich mit 3:2 (0:1, 2:0, 0:1) nach Verlängerung durch. Damit führt der Meister in der Halbfinalserie "best of seven" mit 2:1. Am Donnerstag findet das vierte Spiel in Düsseldorf statt.

Trainer Christof Kreutzer hatte die Mannschaft gegenüber dem Spiel am Sonntag auf einer Position verändert. Alexej Dmitriev hatte seine gegen Hamburg erlittene Schulterverletzung auskuriert und gehörte wieder dem Kader an. So durfte Thomas Dolak, der Trainer der Schülermannschaft, der eingesprungen war und sogar ein Tor erzielt hatte, zu Hause bleiben.

 

Kapitän Daniel Kreutzer hatte unmittelbar nach der 2:5-Niederlage am Sonntag angekündigt: "Wir werden es am Dienstag besser machen!" Die Mannschaft hielt Wort und rannte diesmal nicht euphorisiert nach vorn. So versuchten die Gäste im Anfangsdrittel zunächst einmal für Sicherheit in der Abwehr zu sorgen. Das klappte zumindest vom Ergebnis her. Allerdings benötigte die DEG neben einer überragenden Leistung von Tyler Beskorowany im Tor auch das berühmte Quäntchen Glück. Der Führungstreffer fiel entsprechend durch ein Break, dass Verteidiger Shawn Bell auf Zuspiel von Andreas Martinsen erfolgreich abschloss. "Was macht der denn da vorne?", lautete die spontane Reaktion von Abwehrspieler Bernhard Ebner. Travis Turnbull und Ken Olimb hatten weitere gute Möglichkeiten. "Manchmal stimmt die Zuordnung in der Defensive nicht", meinte Alexander Preibisch selbstkritisch.

Im Mittelabschnitt sah es bis zur 29. Minute gut aus, zumal die Gäste nun gleichwertig waren. Doch als Travis Turnbull wegen Haltens auf die Strafbank muss, wurde der Druck zu groß, weil die DEG die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel bekam. Thomas Greilinger und Christoph Gawlik scheiterten an Beskorowany, doch im dritten Versuch war Brandon Buck erfolgreich.

Was dann folgte war besonders bitter: Die Düsseldorfer drängten in Überzahl auf die erneute Führung und liefen – wie am Sonntag – dem Gegner einmal ins offene Messer. Nach einem Fehlpass fuhren Stephan Daschner und Bernhard Ebner beim Break hinter das eigene Tor, was der Ingolstädter Dustin Friesen zur Führung nutzte. Allerdings wurde Torhüter Beskorowany dabei von Laliberte behindert, so dass der Treffer nicht hätte zählen dürfen.

Immer wenn es schlecht aussieht für die DEG und die Mannschaft am Boden scheint, folgt eine hervorragende Reaktion. Es spricht für das Team, dass es nie aufgibt und immer an sich glaubt. Dabei hatte der Ausgleich Seltenheitswert, denn ein schnörkelloser Angriff wurde mit einem relativ harmlosen, aber verdeckten und dadurch unhaltbaren Schuss von Travis Turnbull erzielt. Ein solch einfacher Schuss kann zum Erfolg führen! Dass gegen Daniel Kreutzer und Kurt Davis in der Schlussphase unberechtigte Strafen verhängt wurden, war überaus ärgerlich. Die DEG verteidigte aber das 2:2, so dass es wieder in die Verlängerung ging.

 
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