| 22.08 Uhr

Düsseldorfer EG
DEG verschafft sich ein frohes Fest

Düsseldorfer EG verschafft sich ein frohes Fest
Mathias Niederberger sicherte sich seinen zweiten Shut-Out der Saison nach dem 2:0 gegen Berlin. FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Die Düsseldorfer haben das 4:8 gegen Ingolstadt gut verdaut und besiegen Meister Mannheim mit 3:0. Eduard Lewandowski, Tim Schüle und Rob Collins schießen die Tore. Torhüter Mathias Niederberger bietet eine starke Leistung. Von Thomas Schulze

Einen Sieg hatte sich Trainer Christof Kreutzer von seiner Mannschaft gewünscht, "damit uns allen der Weihnachtsbraten richtig gut schmeckt". Seine Schützlinge haben die Voraussetzungen für fröhliche Weihnachten geschaffen. Die DEG besiegte die Adler Mannheim vor 7438 begeisterten Zuschauern dank einer starken Leistung verdient mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0). Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte der überragende Torhüter Mathias Niederberger, der sein Gegenüber Dennis Endras klar ausstach und sich seinen zweiten Shut-Out der Saison nach dem 2:0 gegen Berlin sicherte.            

Kreutzer nahm die 4:8-Niederlage gegen Ingolstadt und die Verpflichtung von Torjäger Drayson Bowman zum Anlass, einige Umstellungen vorzunehmen. So beorderte er Routinier Niki Mondt aus dem Sturm in die Abwehr. Zwischen den Pfosten stand wieder Mathias Niederberger, der gegen Ingolstadt bereits nach dem ersten Drittel (1:5) aus dem Kasten musste. Das Negativerlebnis solle sich erst gar nicht in seinem Kopf festsetzen.

Gegenüber dem Spiel 48 Stunden zuvor war die DEG personell besser besetzt, weil zwei Spieler dabei waren, die Sonntag nicht zur Verfügung standen: Verteidiger Tim Conboy, dessen Sperre abgelaufen war, und Bowman, der aus Amerika geholt wurde und am Morgen erstmals mit der Mannschaft trainiert hatte. Um dem 26 Jahre alten Stürmer, der 179 Spiele in der NHL absolviert hat, den Einstand möglichst zu erleichtern, bot Kreutzer ihn gemeinsam in einer Angriffsreihe mit Kapitän Daniel Kreutzer und Routinier Rob Collins auf.

Es war von der ersten Sekunde an ein ganz anderes Spiel als zwei Tage zuvor – weniger torreich, trotzdem mit vorzüglichen Chancen, packenden Zweikämpfen und viel Tempo. Die Düsseldorfer wollten sich rehabilitieren, die Mannheimer endlich ihre schwarze Serie beenden, denn der Meister kam mit sieben Niederlagen in Folge in die Landeshauptstadt. Entsprechend verbissen ging es auf dem Eis zu, wo die beiden starken Torhüter Niederberger und Dennis Endras mehrfach Gelegenheiten hatten, sich auszuzeichnen.

Nach einer Viertelstunde aber war der Mannheimer Torhüter erstmals geschlagen und die Fans aus dem Häuschen. Edi Lewandowski hatte sich gegen zwei Abwehrspieler durchgesetzt und den Puck präzise an den Innenpfosten geschossen. Bei diesem herrlichen Treffer schnalzten selbst die Experten mit der Zunge.

Im Mittelabschnitt wurde nicht nur gespielt, sondern auch mit den Fäusten gekämpft, woran die schwachen Unparteiischen Anteil hatten, die eine klare Linie vermissen ließen. Die jüngeren Spieler ließ das nicht kalt, so dass sich Manuel Strodel und Alexander Preibisch auf Faustkämpfe einließen. Während die Gäste mit ihren Überzahlspielen wenig anzufangen wussten, nutzte die DEG eine 5:3-Situation zum 2:0. Als jeder auf einen Pass von Tim Schüle wartete, schoss der in den Winkel und überraschte Endras.

Im Schlussdrittel konzentrierte sich die DEG weiter auf eine kompakte Defensivleistung. Das funktionierte dank Niederberger und eines vorzüglichen Unterzahlspiels – in dem Rob Collins sogar zum 3:0 traf. Es sieht fast so aus, als wolle die DEG, die vor der Niederlage gegen Ingolstadt sieben Siege in Folge gefeiert hatte, eine neue Serie starten.     

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