| 22.13 Uhr

Düsseldorfer EG
Ein Tor ist zu wenig für die DEG

Düsseldorfer EG: Ein Tor ist zu wenig für die DEG
Wieder eine Heimniederlage für Christof Kreutzer und die DEG. FOTO: american-sports.info
Düsselforf. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer hat die dritte Heimniederlage in Folge kassiert. Vor 6784 Zuschauern verlieren die Gastgeber gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 1:2. Am Sonntag geht es nach Hamburg.

Auswärts fühlt sich die Düsseldorfer EG derzeit wohler als zu Hause. Das ist verständlich, denn am Freitagabend gab es bereits die dritte Heimniederlage in Folge. Den Schlappen gegen Köln (0:3) und Berlin (3:4 n.Verl.) folgte ein 1:2 (1:0, 0:2, 0:0) gegen die Nürnberg Ice Tigers. Unverdient war die Niederlage nicht, denn die DEG wirkte nicht so frisch wie sonst, vor dem gegnerischen Tor entsprechend unkonzentriert und vergab auch beste Chancen. Zudem ließ sie sich von den Gästen ab dem Mitteldrittel in den Zweikämpfen den Schneid abkaufen. Es war einfach nicht der Abend der DEG, die nun am Sonntag in Hamburg (17.45 Uhr/ live bei ServusTV) punkten will.

Für reichlich Spannung war bereits eine Stunde vor Spielbeginn gesorgt. Hunderte standen vor den Fernsehern im ISS-Dome, andere blickten quasi alle paar Sekunden auf ihr Handy – das Halbfinale der Handball-EM stieß auch bei den Eishockeyfans auf größtes Interesse.

Weitaus weniger spannend waren die Formationen, die DEG-Trainer Christof Kreutzer aufbot. Gegenüber der 3:4-Niederlage gegen Berlin nahm er nur zwei Veränderungen vor, die der Verletzung von Stephan Daschner geschuldet waren. Der Verteidiger ist am Mittwoch an der Sehne der linken Hand operiert worden und fällt sechs Wochen lang aus. Um nicht mit fünf Abwehrspielern zu agieren und ständig wechseln zu müssen, funktionierte er Nachwuchsstürmer Marcel Brandt zum Verteidiger um und stellte ihn Nationalverteidiger Bernhard Ebner anstelle von Daschner zur Seite.

"Wir haben das im Training ausprobiert und es hat gut funktioniert", erklärte Kreutzer, dem an Kontinuität gelegen ist und der die einzelnen Reihen möglichst wenig ändert. Brandts Position im Angriff nahm Max Kammerer ein, der vom Kooperationspartner aus Bad Nauheim zurück beordert wurde.

Sechs Minuten lang tat sich die DEG etwas schwer, hatte Mühe in die Partie zu finden. So wusste sie mit dem ersten Überzahlspiel nicht so recht etwas anzufangen, und auch beim zweiten deutete nur wenig auf einen erfolgreichen Abschluss hin. Doch dann sorgte Routinier Norm Milley für große Freude, indem er den ehemaligen DEG-Torhüter Tyler Beskorowany mit dem so genannten Bauerntrick überrumpelte. Das schien der Türöffner in die Begegnung. Max Kammerer und Ken Olimb vergaben jedoch zwei große Chancen, die Führung auszubauen. So konnte sich die Mannschaft bei ihrem Torhüter Mathias Niederberger bedanken, der mit drei, vier vorzüglichen Paraden den Ausgleich verhindert hatte.

Zum zweiten Mal gab es lautstarken Jubel, als der Sieg der Handballer per Lautsprecher verkündet wurde. Das heizte die Stimmung in der Halle an, beflügelte aber nicht das Spiel der DEG, die sich weiterhin sehr schwer tat. Sie bettelte lange regelrecht um den Ausgleich, den Niederberger immer wieder verhinderte. Als dann aber gleich drei Nürnberger alleine auf ihn zufuhren, musste er sich geschlagen geben. Als die Gäste exakt zwei Minuten später in Führung gingen, wackelte die DEG bedenklich, rettete sich aber mit dem knappen 1:2-Rückstand in die zweite Pause.

Dass es schwer werden würde, an diesem Abend zu punkten, war deutlich geworden. Als Torjäger Ken Olimb in der 47. Minute am leeren Tor vorbei schoss, schien es so gut wie unmöglich, die Partie noch zu drehen. So rannte der DEG die Zeit davon, zumal sie weitere gute Möglichkeiten ungenutzt ließ. Es war ein gebrauchter Abend.

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