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Kreis: MacDonald als Vorbild

DEG: Kreis: MacDonald als Vorbild
Torschütze für die DEG: Craig MacDonald. FOTO: Siegfried Wensierski
Trainer Kreis lobt die Einstellung des Centers: "Er macht nicht immer sein bestes Spiel, aber bei ihm ist nachher immer der Tank leer." Am Mittwoch (19.30 Uhr, Live-Ticker) sollen alle Spieler gegen Hannover an ihre Grenzen gehen. Von Georg Amend und André Schahidi

Bei den DEG Metro Stars herrschte auch einen Tag nach der 2:3-Niederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Kassel Huskies noch Katerstimmung. "Das ist sehr ärgerlich und frustrierend, wenn du da hinreist und dann zum dritten Mal diese Saison nicht gegen diesen Gegner gewinnst", sagte Trainer Harold Kreis, der offiziell von den Adlern Mannheim als neuer Coach mit Vertrag bis 2012 vorgestellt wurde (RP berichtete).

Zwar war die DEG in Kassel die bessere Mannschaft, aber Verteidiger Marian Bazany bemängelte zu Recht: "Wir müssen bei den Schüssen mehr riskieren, mal den Puck einfach nur aufs Tor bringen."

Da die Düsseldorfer das aber versäumten, wurde die Bilanz gegen vermeintlich schwächere Teams beim DEL-Schlusslicht Kassel noch eine Spur schlechter. "Wir haben sieben von elf Spielen gegen die letzten Drei der Tabelle verloren", rechnete Manager Lance Nethery flugs vor. "Das ist schmerzhaft. Die Tabelle ist so eng, und die Punkte, die wir am Anfang der Saison verloren haben, wo alle gesagt haben: ,Hey, wir haben noch 52 Spiele, noch 50 Spiele', die bekommst du nicht wieder. Jedes Spiel ist wichtig. Das kriegst du aber nicht in die Köpfe der Spieler hinein."

Kreis richtete den Blick unterdessen wieder nach vorne: "Die drei Punkte sind weg, wir müssen sie uns gegen Hannover wiederholen", sagte der Trainer mit Blick auf das Heimspiel morgen (19.30 Uhr, Live-Ticker). "Wir müssen den Frust von der Niederlage in Kassel gegen Hannover mitnehmen und 60 Minuten lang kämpfen. Am Ende muss der Tank leer sein", beschrieb Kreis und lobte dabei ausdrücklich Center Craig MacDonald: "Der macht nicht immer sein bestes Spiel, aber er gibt immer alles. Bei ihm ist am Ende der Tank leer."

Diese Einstellung werden alle DEG-Akteure gegen Hannover zeigen müssen, denn die Mannschaft des Ex-Düsseldorfer Trainers Hans Zach ist ein robuster, unangenehmer Gegner, der in dem Ex-DEG-Publikumsliebling Tore Vikingstad den drittbesten Scorer der Liga hat. Die bisherigen drei Vergleiche dieser Saison gewannen die Metro Stars zwar, doch bis auf das jüngste 7:1 in Hannover, dem höchsten Saisonsieg, wurden die Partien erst im Penaltyschießen entschieden.

Die DEG braucht nun den vierten Sieg im vierten Saisonvergleich, um sicher in die Play-offs einzuziehen. Bislang ist für den Tabellendritten rechnerisch auch noch ein Abrutschen auf Rang sieben und damit der Gang durch die so genannte erste Play-off-Runde (früher: Pre-Play-offs) möglich. Bei einem Sieg steht die DEG definitiv unter den ersten Sechs, denn das Torverhältnis ist besser als das der Konkurrenz. "Das einzige, das du kontrollieren kannst, ist das eigene Resultat", erklärt Nethery. "Wenn die Spieler jetzt nicht wissen, dass es wichtig ist, werden sie es nie wissen. Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel."

Quelle: RP
 
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