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DEG
Kreis' Mission mit der DEG

Der Trainer hat sich mit dem Team über seinen Wechsel nach Mannheim ausgesprochen. Der Titel in der Deutschen Eishockey Liga bleibt das gemeinsame Ziel. Heute (19.30 Uhr im Live-Ticker) kommen die Iserlohn Roosters in den ISS Dome. Von Georg Amend

Harold Kreis war gestern sichtlich gelöst. Den Trainer der DEG Metro Stars hatte es augenscheinlich befreit, dass er um seine Zukunft, die ihn zu den Adler Mannheim führt, kein Geheimnis mehr machen muss. Ganz entspannt sprach der 51-Jährige deshalb auch über seine persönliche Situation bei der DEG. "Ich habe am Mittwoch eine Aussprache mit der Captains Group gehabt”, sagte Kreis.

"Das sind neun Spieler um Kapitän Daniel Kreutzer. Es gibt keinen guten Zeitpunkt dafür, seinen Abschied zu verkünden, aber wir als Profis haben solche Situationen alle schon einmal erlebt. Mir war wichtig, den Spielern zu sagen: Es ist wie es ist, ich komme nächste Saison nicht zurück. Aber wir haben diese Saison. Sowohl die Spieler als auch ich haben das Ziel, um die deutsche Meisterschaft zu spielen, und die Mannschaft hat das Zeug dazu. Es geht nicht um mich oder einzelne Spieler. Es geht um die DEG und ihren Zug zur Meisterschaft.”

Und mit einem Lachen, in dem sich die Anspannung der vergangenen Wochen Bahn brach, merkte Kreis an: "Jeder Klub, den ich verlassen habe, ist dabei Meister geworden.” So war es in Zürich und Lugano.

Die Lions aus Zürich führte Kreis im Jahr 2008 übrigens von Platz sechs der Hauptrunde zum Titel. Die DEG kann mit einem Sieg heute (19.30 Uhr, ISS Dome) gegen die Iserlohn Roosters sogar Platz zwei in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zurückerobern ­ dazu ist aber eine Steigerung gegenüber der 1:4-Niederlage in Mannheim nötig, vor allem in puncto Disziplin.

"In Mannheim war die Reihe um Brandon Reid immer mal wieder zu lange auf dem Eis”, mahnt Kreis. "Statt 35, 40 Sekunden sind sie 50,60 drauf geblieben. Da war manchmal ein wenig Übermut und vielleicht eine falsche Einschätzung ihrer Handlungen dabei. Wenn sie die Scheibe vorne verlieren, kriegen wir einen Gegenangriff und sie können nicht wechseln. Das haben die anderen Reihen besser gemacht. Wir brauchen mehr Wechseldisziplin.”

Besonders lobte Kreis nicht nur in dieser Hinsicht Kapitän Kreutzer: "Danny setzt seine Spielweise im Moment sehr gut ein. Er spielt körperbetont und sucht die Zweikämpfe.” Die dürfte es gegen Iserlohn heute zuhauf geben.

Kreis: "Das sind sehr emotionelle Spiele, aber das ist gut für uns. Die emotionellen Spiele gegen Köln und Berlin haben wir gewonnen. Wir müssen gegen Iserlohn die spielgestaltende Mannschaft sein, mit unserer Schnelligkeit und vollem Einsatz über 60 Minuten. Unser Ziel ist, die letzten fünf Spiele vor den Play-offs alle eins nach dem anderen zu gewinnen”, sagte Kreis ­ ganz gelöst.

 
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