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Düsseldorfer EG
Lewandowskis Jubiläum verschiebt sich

Düsseldorfer EG: Lewandowskis Jubiläum verschiebt sich
Edi Lewandowski, hier gegen den Augsburger Jaro Hafenrichter, wurde im Zweikampf von Scott Valentine verletzt. FOTO: Häfner
Düsseldorf. Die Verletzungsmisere der DEG nimmt immer schlimmere Züge an. Damit fehlen am Wochenende fünf Stammspieler. Von Thomas Schulze

Die Spieler der Düsseldorfer EG geben sich in der Praxis von Mannschaftsarzt Ulf Blecker in diesen Tagen die Klinke in die Hand. Am Montag trafen sich dort Kapitän Daniel Kreutzer und Torjäger Edi Lewandowski. Letzter ist der Neuling unter den schwerer Verletzten. Der Stürmer erlitt in Augsburg einen Rippenbruch und laboriert nun an den unangenehmen Folgen: Schmerzen beim Atmen, Schlafen, Nase putzen. Zwischen drei und sechs Wochen beträgt seine Zwangspause.

Das wiederum schmerzt die Mannschaft. "Edi hat gute Leistungen gezeigt und seine Tore gemacht", sagt Trainer Christof Kreutzer. Mit vier Treffern ist er derzeit Zweiter der Torschützenliste der DEG. Aber es waren wichtige Tore, zum Beispiel die Führungstreffer gegen Ingolstadt und Augsburg. Aber es fehlt nicht nur Lewandowski, denn zuvor hatten bereits Daniel Kreutzer (Schulteroperation), Tim Conboy (Knieverletzung), Bernhard Ebner (Schleimbeutelentzündung) und Christoph Gawlik (Oberschenkelzerrung) langwierige Verletzungen erlitten. "Trotzdem haben wir eine schlagkräftige Truppe", sagt Kreutzer trotzig vor dem Heimspiel gegen Bremerhaven (Freitag, 19.30 Uhr) und in Iserlohn (Sonntag, 16.30 Uhr).

Das liegt freilich auch daran, dass in Brandon Yip noch ein kanadischer Stürmer kurzfristig verpflichtet wurde und in Leon Niederberger ein 20 Jahre altes Talent in die Mannschaft integriert wird. "Natürlich wird er jetzt wieder spielen", sagt der Coach.

Was die Rückkehr der Verletzten angeht, so drückt Kreutzer nicht aufs Tempo. "Manchmal hilft eine Woche Pause mehr", sagt er. "Wer zu früh beginnt, geht ein hohes Risiko ein." Natürlich hinterfragt sich der Coach auch: "Es würde mich nachdenklich stimmen, wenn es muskuläre Verletzungen wären, dann müsste ich die Trainingsdosierung überprüfen. Das ist aber nicht der Fall, sondern es sind immer Verletzung, wo etwas kaputt ist."

Zum Foul an Lewandowski, an dem Scott Valentine als Dritter beteiligt war, will sich der Coach nicht äußern. Muss er auch nicht. Doch für den stets fairen Routinier werden es unvergessene, ganz besonders ungewöhnliche Tage. Lewandowski hat nämlich in acht Spielzeiten in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nur zwölf Begegnungen verpasst - absolut rekordverdächtig. Jetzt kommen einige hinzu. Das ärgert ihn ganz besonders. "Ich liebe diesen Sport", sagt er.

Eigentlich wollte der 36-Jährige am 16. Dezember in Krefeld sein 500. DEL-Spiel bestreiten. Der Termin verschiebt sich nun hin zum Jahresende. Vielleicht kann er das Jubiläum jetzt bei einem Heimspiel vor den eigenen Fans im ISS-Dome feiern.

Quelle: RP
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