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DEG
Metro Stars bezwingen den Meister

DEG: Metro Stars bezwingen den Meister
Fiel verletzt aus: Adam Courchaine. FOTO: Siegfried Wensierski
Der 3:2 (0:1, 1:0, 1:1; 1:0)-Erfolg vom Sonntagabend war bereits der dritte Sieg, der den Düsseldorfern in dieser Saison der Deutschen Eishockey Liga gegen die Eisbären Berlin gelang. Das schaffte keine andere Mannschaft.  Von Georg Amend und Patrick Scherer

Für die Eisbären Berlin ist es eine nordrhein-westfälische Woche. Bei den DEG Metro Stars wurden die Gäste im ISS Dome deshalb gleich mit Gesang empfangen: "Eure Jugend hat seit gestern frei”, skandierten die Fans mit Blick auf das Halbfinale in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL), in dem die DEG-Jugend die Berliner am Samstag ausgeschaltet hatte.

Die Senioren des Hauptstadtklubs verloren bei den Düsseldorfern schließlich auch, mit 2:3 nach Penaltyschießen. Doch der amtierende Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bleibt noch in NRW. "Es macht keinen Sinn, jetzt zurückzufahren, wenn wir Dienstag in Iserlohn spielen”, gab Eisbären-Manager Peter John Lee in der Halle zu Protokoll, in der noch immer sein DEG-Trikot mit der Nummer 12 an der Decke hängt.

Auch für Don Jackson war es eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub, und der Berliner Trainer hatte gleich einmal für eine Überraschung gesorgt: Statt Stammtorwart Rob Zepp stand Kevin Nastiuk zwischen den Pfosten. Der 24-Jährige absolvierte erst sein drittes Spiel für die bereits sicher für die Play-offs qualifizierten Eisbären und bekam auch im Dome Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln. Wie DEG-Torhüter Jean-Sébastien Aubin ist Nastiuk Kanadier und Linksfänger, und wie die Nummer eins der Düsseldorfer strahlte der neun Jahre jüngere Goalie erstaunliche Ruhe aus.

Der Mann, der so illustre Vereine wie "Medicine Hat Tigers”, "Lowell Lock Monsters”, "Las Vegas Wranglers”, "Albany River Rats” oder "Corpus Christi Icerays” in seiner Vita stehen hat, hielt seinen Kasten für die "Berlin Polar Bears”, wie sein neuer Klub im Englischen genannt wird, zunächst sauber ­ bis Rob Collins ihn in der 25. Minute überwand. Der "Spieler des Monats Februar” traf nach Pass von Kapitän Daniel Kreutzer zum 1:1, nachdem Aubin im ersten Drittel der Schuss von André Rankel durch die Schoner gerutscht war.

Es entwickelte sich eine schnelle und hochklassige Partie, die mit der guten Kulisse von 10.212 Zuschauern auch einen passenden Rahmen hatte. Da zahlte sich die Aktion, drei Tickets zum Preis von einem, ebenso aus wie der Einsatz der Klatschpappen, die für viel Stimmung sorgten. Das erlebte Adam Courchaine nur noch von außen ­ der Stürmer blieb in der zweiten Pause mit einer Rippenverletzung in der Kabine.

So verpasste er den zweiten Treffer von Collins, der Nastiuk diesmal mit einer wunderbaren Einzelleistung zum 2:1 überwand. Damit schwang sich der Kanadier, der in exakt einer Woche seinen 32. Geburtstag feiert, zum Top-Torschützen der Düsseldorfer auf.

Schade nur, dass auch Berlin in Rankel einen Doppeltorschützen hatte, der 140 Sekunden später zum 2:2 ausglich. So ging es nach torloser Verlängerung ins Penaltyschießen, in dem Brandon Reid den Zusatzpunkt sicherte. Der erste Zähler reichte der DEG, Platz drei gegen Frankfurt zu behaupten, mit dem zweiten wurde sie das einzige Team, das Berlin drei Mal in dieser Saison geschlagen hat.

Quelle: RP
 
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