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Düsseldorfer EG
Mit Volldampf in die tollen Tage

Düsseldorfer EG: Mit Volldampf in die tollen Tage
Reichlich Konfetti prägt das Karnevals-trikot der DEG, das aber auch einen Orden am Hals trägt. FOTO: DEG
Düsseldorf. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer bestreitet am Wochenende zwei Spitzenspiele. Am Freitag empfangen die Düsseldorfer im ausverkauften ISS-Dome Iserlohn, Sonntag geht es nach München. Von Thomas Schulze

Christof Kreutzer war als Spieler immer brav. Er hat nie über die Stränge geschlagen. Das wiederum heißt nicht, dass er eine Spaßbremse ist. Aber er hat seinen Job immer sehr ernst genommen und wusste, wann gefeiert werden kann. Entsprechend klare Vorgaben macht er auch als Trainer: "Altweiber ist Feiern verboten, das ist klar. Aber nach dem Spiel am Karnevalssonntag können die Jungs natürlich feiern, auch am Rosenmontag. Sie haben in dieser Saison einen guten Job gemacht, da sollen sie ruhig ein Glas Bier trinken, diese Tage erleben und genießen. Rosenmontag feiern macht Spaß, sorgt für gute Laune und hebt die Stimmung."

Ausverkauftes Haus gegen Iserlohn

Um die tollen Tage gut gelaunt genießen zu können, wäre ein erfolgreiches sportliches Abschneiden am Freitagabend gegen Iserlohn (19.30 Uhr, Rather Dome) und am Sonntag in München (14.30 Uhr) die beste Voraussetzung. Dass die Begegnung mit den Sauerländern mit 13.205 Zuschauern ausverkauft ist, freut Kreutzer besonders. "Was gibt es Schöneres als solch ein Spiel in der Karnevals-Hochburg? Da wird die Stimmung noch einen Tick besser sein als sonst."

Die DEG bekennt sich zur Stadt und zum Karneval in eindrucksvoller Weise. So wird sie am Wochenende in eigens konzipierten Karnevalstrikots auflaufen. 300 dieser Hemden waren für Fans gefertigt worden, sie sind längst vergriffen, doch der Verein hat einige zusätzlich fertigen lassen.

Auch die Fans haben ihre Nähe zum Karneval bereits in den vergangenen Wochen bezeugt. Da wurde nicht nur vor dem Spiel traditionell lautstark das Altbier-Lied gesungen, sondern auch der Hit von Alt Schuss "Die Sterne funkele, mir Düsseldorfer schunkele" angestimmt.

Kreutzer hofft, dass all das seine Mannschaft zusätzlich beflügeln wird. "Wir haben das erste Heimspiel gegen Iserlohn verloren, das soll nicht noch einmal passieren", sagt er und nimmt seine Schützlinge nach drei Niederlagen in Folge in die Pflicht. "Ich denke nicht, dass wir noch einmal so auftreten wie zuletzt in Hamburg, wo einige gedacht haben, es gehe von alleine."

Zur Überheblichkeit besteht angesichts der Stärke der Kontrahenten und der personellen Situation der DEG allerdings auch überhaupt kein Anlass. "Iserlohn ist in der Offensive brandgefährlich", sagt Kreutzer. "Aber wir müssen punkten, um oben dran zu bleiben. Das ist ein ganz, ganz wichtiges Spiel für uns."

Dass die Sauerländer kürzlich nur zwei in Deutschland geborene Spieler im Kader hatten, sieht Kreutzer kritisch, macht dem Gegner aber keinen Vorwurf: "Sie tun nichts Verbotenes, aber das ist nicht mein Weg. Ich will, dass der Nachwuchs gefördert wird und auch entsprechende Eiszeiten bekommt. Ich halte die Iserlohner Mannschaft für stark genug, dass auch sie zwei, drei Nachwuchsspieler einsetzen könnten."

Sieben Verletzte

Für die DEG sind die Nachwuchsspieler in dieser Saisonphase besonders wichtig. In Bobby Goepfert, Christoph Gawlik, David Van der Gulik, Stephan Daschner, Tim Schüle, Niki Mondt und Joonas Rönnberg hat sie derzeit sieben verletzte Spieler. Vor allem in der Abwehr herrscht akuter Notstand. So werden am Freitag erneut die gelernten Stürmer Marcel Brandt und Manuel Strodel in der Verteidigung spielen müssen. Dass die Wahl auf Strodel gefallen ist, erklärt Kreutzer so: "Manuel ist ein Stürmer, der auch Defensivaufgaben verrichtet, in Zweikämpfen arbeitet, ein richtiges Kampfschwein."

Durch Strodels Versetzung wird die erfolgreichste Sturmreihe gesprengt, was Kreutzer als weniger problematisch ansieht. Chris Minard wird den Platz einnehmen. Derweil hat Brandts Fehlen in der vierten Angriffsreihe zur Folge, dass ein zwölfter Stürmer fehlt und dort entsprechend durchgewechselt werden muss.

Die DEG hat sich in den vergangenen Tagen ausschließlich auf das Westduell konzentriert. Ein Erfolgserlebnis wäre wichtig, nicht nur um die kleine Negativserie zu beenden, sondern auch, um gut gelaunt in die dann bevorstehende Länderspielpause zu gehen - und natürlich ausgelassen Karneval feiern zu können.

Quelle: RP
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