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Düsseldorfer EG
Preibisch-Verletzung trübt die Freude

DEL 15/16: DEG - Hamburg
DEL 15/16: DEG - Hamburg FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Beim 4:1 der DEG gegen Hamburg erlitt der Eishockeyprofi eine Gehirnerschütterung und muss einige Tage pausieren. Von Roman Grombach

Der Sieg gegen die Hamburg Freezers (4:1) war am Sonntag noch keine halbe Stunde alt, da hatte DEG-Cheftrainer Christof Kreutzer längst andere Sorgen. Sein Spieler Alexander Preibisch war kurz vor der Pressekonferenz bereits wieder im Stadion gesichtet worden, obwohl der junge Stürmer nach einem harten Zweikampf mit dem Hamburger Kevin Schmidt eigentlich weiter im Krankenhaus sein sollte. Dorthin war der Spieler der Düsseldorfer EG umgehend nach der Aktion gegen seinen Kopf gebracht worden.

Angesichts seines sichtbar schlechten Zustands erschien die Anwesenheit des 24-jährigen Preibischs verwunderlich, zumal er sich kurz nach seiner Rückkehr in der Spielerkabine im Rather Dome abermals erbrach. "Er war gerade für alle überraschend hier. Das möchte ich nicht weiter kommentieren. Wir haben ihn aber sofort wieder in ein Krankenhaus geschickt, weil er nicht bereit war, wieder hier zu sein. Ich denke schon, dass er eine Gehirnerschütterung davon getragen hat. Eine genaue Diagnose kann ich jetzt aber noch nicht wiedergeben", sagte Kreutzer kurz nach dem Geschehen.

Der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung beim de Eishockeyprofi bestätigte sich kurze Zeit später. "Nach eingehenden Untersuchungen und einer unauffälligen Computertomographie aber eine erste Entwarnung gegeben werden. Alex ist weiter zur Beobachtung im Domenikus Krankenhaus in Heerdt und ist noch immer nicht wieder voll auf der Höhe", sagte Kreutzer gestern.

Nach seiner Entlassung erwarten Preibisch weitere Untersuchung durch Neurologe Dr. Rafael-Michael Löbbert. Erst dann könne laut Kreutzer eine seriöse Prognose über die Verletzungsdauer gegeben werden. Warum Preibisch nach seinem ersten Krankenhausaufenthalt nochmal ins Stadion zurückgekehrt ist, wollte Kreutzer auch gestern noch nicht kommentieren. Auch zu der ausschlaggebenden Aktion, die von Schmidt ausging, konnte Kreutzer keine genauen Angaben machen, weil es schlicht keine eindeutigen Videoaufnahmen gibt.

Die vereinseigene Kamera, die zu Analysezwecken stets mitläuft, sei laut Kreutzer zu früh dem Puck gefolgt, so dass der Vorgang, an den sich Preibisch selbst nicht mehr erinnern kann, nicht vollständig zu sehen sei. "Wir bemühen uns um weiteres Videomaterial, können aber so oder so definitiv keine Bilder mehr bei der Liga einreichen, weil die entsprechenden Fristen bereits abgelaufen sind", sagte Kreutzer. Der Trainer wollte sich aufgrund der fehlenden Aufnahmen nicht festlegen, ob es überhaupt ein Foul war.

In Preibisch fehlt bei der DEG neben Christoph Gawlik (Kreuzbandriss), Jakub Ficenec (Meniskusschaden) und Daniel Fischbuch (Niereneinriss) nun bereits der vierte Spieler verletzungsbedingt.

Quelle: RP
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