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Düsseldorfer EG
Rätsel um Beskorowanys Vertrag – Kreutzer enttäuscht

Das ist Tyler Beskorowany
Das ist Tyler Beskorowany FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Der 25-Jährige stand bei der DEG bis 2017 unter Vertrag, erhielt im Sommer die Freigabe für einen Wechsel nach Nordamerika und heuert nun beim DEL-Konkurrenten Nürnberg an - wohl ohne Ablöse für die DEG. Von Roman Grombach und Patrick Scherer

Die sportliche Wiedergeburt der Düsseldorfer EG in der vergangenen Saison ist eng mit Tyler Beskorowany verknüpft. Nach einem kurzen Intermezzo in Nordamerika kehrt der kanadische Torhüter nun in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zurück. Allerdings nicht nach Düsseldorf, sondern zum Konkurrenten aus Nürnberg. Das Wiedersehen mit Beskorowany, der bereits am Freitag in einer Woche mit den Ice Tigers in Düsseldorf gastieren wird, wirft Fragen auf.

Am Mittwoch verschickte der Düsseldorfer Klub eine Mitteilung mit dem Titel "DEG gibt Tyler Beskorowany frei". Weiter hieß es: "Vor einem Wechsel nach Deutschland musste Tyler zunächst unsere Zustimmung einholen." Als Grund für die Freigabe wurde genannt, dass man selbst "auf dieser Position gleich dreifach gut besetzt" sei.

Nach der vergangenen Saison hatte Beskorowany erst bei den Rot-Gelben einen Vertrag bis 2017 unterschrieben. Eine Klausel erlaubte es dem Kanadier aber, im Sommer nach Nordamerika zu gehen, um in Arizona den Sprung in die NHL zu versuchen - was aber misslang. In der Pressekonferenz am Mittwoch zeigte sich Trainer und Manager Christof Kreutzer von Beskorowanys fehlendem Durchhaltevermögen enttäuscht. Kreutzer erklärte, die DEG besitze nun keine Transferrechte mehr an Beskorowany. Auf die Frage nach einer Ablösesumme antwortete Kreutzer: "Kein Kommentar."

Wie die "Nürnberger Zeitung" berichtet, habe sich Ice Tigers-Sportdirektor Martin Jiranek nur mit Beskorowany und dessen Agenten einigen müssen. Ein Gespräch mit der DEG sei für die Verpflichtung nicht vonnöten gewesen.

Als weiteres Indiz für einen ablösefreien Wechsel des ehemaligen Düsseldorfers kann das abgeflaute Nürnberger Interesse an Rob Zepp gelten. Der Goalie war von den Eisbären Berlin 2014 ebenfalls für ein NHL-Engagement aus seinem Vertrag entlassen worden. Allerdings bauten die Berliner eine Klausel in den Auflösungsvertrag ein, die den Eisbären bei einer Rückkehr zu einem anderen DEL-Verein dem Vernehmen nach ein Betrag um die 100.000 Euro zugesichert hätte. Die Nürnberger nahmen deshalb Abstand von einer Verpflichtung.

Auf Nachfrage dieser Redaktion, ob auch die DEG bei Beskorowany solch eine Klausel in den Auflösungsvertrag aufgenommen hatte, erwiderte Kreutzer erneut: "Kein Kommentar." Der 48-Jährige erklärte, dass die DEG aber in einer Vereinbarung mit Beskorowany fixiert habe, bei einer Rückkehr nach Deutschland erster Ansprechpartner zu sein. Ob die Vereinbarung schriftlich oder mündlich getroffen wurde, bleibt offen. "Eine Vereinbarung ist eine Vereinbarung", sagte Kreutzer, der weiter auf sein Torhüter-Trio Mathias Niederberger, Bobby Goepfert und Felix Bick setzt.

Quelle: RP
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