| 16.47 Uhr

Maskottchen des DEL-Klubs
Adler Mannheim feuern Udo den Hamster

Mannheim. Weil er sich im Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings daneben benommen hat, muss Udo der Hamster gehen. Das Maskottchen der Adler Mannheim, besser gesagt, der Mensch, der in dem Hamsterkostüm steckt, wurde gefeuert.

Der Vorwurf: Udo soll am ersten Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die Gästefans aus Schwenningen durch obszöne Gesten provoziert haben. Nach dem Spiel entschuldigten sich die Mannheimer für das "unakzeptable" Verhalten des wilden Hamsters, nun zog der Verein sogar personelle Konsequenzen.

"Solch ein Verhalten unseres Maskottchens ist absolut inakzeptabel und entspricht nicht unseren Wertvorstellungen, da es, wie alle Mitarbeiter im direkten Umfeld der Adler Mannheim, eine Vorbildfunktion hat und diese zu jeder Zeit zu vertreten hat", hieß es am Dienstag in einer Stellungnahme der Adler bei Facebook.

Liebe Adler-Fans,es freut uns, dass ihr euch mit unserem Maskottchen Udo so sehr identifiziert und Loyalität beweist....

Posted by Adler Mannheim on  Dienstag, 15. September 2015

Der Klub stellte gleichzeitig klar, dass das Maskottchen entgegen anderslautender Gerüchte kein lebenslanges Stadionverbot erhalten habe. "Diese Option stand nie zur Debatte. Tatsache ist, dass der Darsteller, der unseren Udo verkörpert, nicht mehr gebucht wird", schrieben die Mannheimer.

"Wir haben die Agentur, über die wir die Person buchen, die unter dem Hamsterkostüm steckt, darüber informiert, dass wir dieses Verhalten in keinster Weise tolerieren und die Zusammenarbeit auflösen", sagte Adler-Sprecher Adrian Parejo dem Express. "Meines Wissens ist das Bier erst geflogen, als Udo der Hamster mit obszönen Gesten für Provokationen gesorgt hat. Daraufhin hat man versucht, ihn mit Bierbechern zu treffen, wobei einige Becher auch im Publikum landeten."

Das Kostüm sucht nun einen neuen Träger.

Unter den Mannheimer Fans macht sich allerdings Unmut breit. Ein besonders eifriger Udo-Anhänger startete sogar eine Petition im Internet. "Freiheit für unser Maskottchen Udo", fordert er da – und findet den ein oder anderen Unterstützer. Über 2200 User hatten die Petition bis Dienstagmittag unterzeichnet.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Maskottchen aus der Rolle fällt. Erst im Mai war "Super Leo", Maskottchen des österreichischen Erstligisten Austria Wien offensichtlich volltrunken über das Feld gestolpert.

(areh)
 
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