| 19.22 Uhr

Deutsche Eishockey Liga
Meister Mannheim blamiert sich gegen Schlusslicht Krefeld

Pinguine siegen in Wien nach Penalty-Krimi
Pinguine siegen in Wien nach Penalty-Krimi FOTO: Peggy Nieleck
Mannheim. Der deutsche Eishockey-Meister Adler Mannheim rutscht immer tiefer in die Krise. Das Team des neuen Trainers Craig Woodcroft blamierte sich beim 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen Schlusslicht Krefeld Pinguine und muss nach der siebten Niederlage in Folge mit 67 Punkten sogar um die Teilnahme an den Pre-Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bangen.

Die Tabellenführung verteidigte am Sonntag mit viel Mühe Red Bull München erfolgreich. Die Bayern gewannen erst im Penaltyschießen gegen die Iserlohn Roosters 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 0:0, 1:0), Jerome Samson verwandelte den entscheidenden Versuch. Die Münchner haben damit ebenso 83 Punkte auf dem Konto wie DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin, der durch ein Tor von André Rankel (33.) 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) bei den Augsburger Panthern gewann.

Die Kölner Haie holten am Sonntag die "Mannschaft der Stunde", die zuletzt sechsmal in Folge siegreichen Grizzlys Wolfsburg, auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Rheinländer siegten 4:2 (1:1, 0:0, 3:1), Shawn Lalonde (50.) und Philip Gogulla (60.) erzielten die entscheidenden Kölner Tore. Die Haie zogen mit 68 Punkten an Mannheim vorbei.

Die Hamburg Freezers (65 Zähler) wurden am Sonntag ihrer Favoritenrolle gegen den Vorletzten Schwenninger Wild Wings gerecht und gewannen 3:0 (2:0, 0:0, 1:0). Zudem bezwangen die Nürnberg Ice Tigers die Straubing Tigers trotz Rückstands 4:1 (0:1, 1:0, 3:0).

In Mannheim gingen die Gäste aus Krefeld durch Oliver Mebus (3.) in Führung, doch die zuletzt arg gerupften Adler behielten zunächst die Ruhe. Brandon Yip (27.), Andrew Joudrey (33.) und Christoph Ullmann (45.) drehten das Spiel zugunsten der Gastgeber. Krefeld gab aber nicht auf und glich in der Schlussphase durch Nicolas St-Pierre (55.) und Christian Kretschmann (57.) aus. Den entscheidenden Penalty verwandelte Andreas Driendl.

Vor 13.304 Zuschauern spielte Mannheim erneut ohne Nationalstürmer Marcel Goc, der erst am Freitag bei der 2:4-Niederlage beim Vorletzten Schwenningen nach langer Verletzungspause sein Comeback gegeben hatte.

(seeg/sid)
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