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Eishockey
DEL diskutiert neue Ausländerregel

Kölner Haie dominieren Adler Mannheim
Kölner Haie dominieren Adler Mannheim FOTO: dpa, mjh hak
Düsseldorf. In Zukunft könnten mehr Eishockey-Profis ohne deutschen Pass spielen. Einen entsprechenden Medienbericht bestätigte die DEL. Schon in der kommenden Woche ist ein Treffen der Klubs anberaumt.

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat bestätigt, dass es Überlegungen gibt, die Ausländerregelung aufzuweichen. Das berichtet der WDR. Die Klubs hätten diesen Wunsch auf einer Gesellschafterversammlung im Oktober auf Mallorca geäußert. Nach Informationen unserer Redaktion ist für kommende Woche ein Treffen der sportlichen Leiter der DEL-Klubs zu diesem Thema anberaumt worden.

Aktuell darf jeder Verein der DEL elf Ausländerlizenzen vergeben. Von diesen elf Spielern dürfen sich aber nur maximal neun am Spieltag im Kader befinden. So kommt es häufiger vor, dass fitte ausländische Profis nur auf der Tribüne sitzen. Beim Treffen in Mallorca soll es eine Mehrheit für den Plan, alle elf Spieler auf das Eis schicken zu dürfen, gegeben haben.

Die Klubs argumentieren damit, dass gleichwertige deutsche Akteure im Vergleich zu Nordamerikanern deutlich mehr Gehalt kosten. Zudem würden weitere qualitativ hochwertige ausländische Profis die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vereine in der Champions Hockey League erhöhen.

Der Deutsche Eishockey Bund (DEB) dürfte von den Plänen wenig begeistert sein. Im Namen einer starken Nationalmannschaft ruft der DEB seit Jahren dazu auf, den entgegengesetzten Weg einzuschlagen und das Ausländerkontingent weiter zu verringern.

Erst zur Saison 2012/2013 hatte die DEL die Zahl der einsatzfähigen Ausländer am Spieltag von zehn auf neun reduziert. "Im Sinne einer optimalen Nachwuchsförderung ist es uns wichtig, hier weiterhin deutliche Akzente zu setzen", erklärte der DEL-Aufsichtsratvorsitzender Jürgen Arnold (Ingolstadt) damals.

Um junge Spieler schnell und frühzeitig an das DEL-Niveau heranzuführen, müssen die Klubs seit der Saison 2011/12 zudem mindestens zwei Spieler, die jünger als 20 Jahre und für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sind, in ihrem Kader haben.

Quelle: RP
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