| 22.01 Uhr

Wolfsburg - DEG 3:2 n.V.
DEG gibt das Spiel nach Führung aus der Hand

DEL 17/18: DEG - Augsburg
DEL 17/18: DEG - Augsburg FOTO: www.american-sports.info
Wolfsburg. Trocken ins rechte Eck: Mit einem kaltschnäuzig verwandelten Penalty hatte Marco Nowak gestern die Auswärtspartie in Wolfsburg zu Gunsten seiner Düsseldorfer EG gedreht. Doch Nowaks erstes Saisontor zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung im dritten Drittel reichte nicht. Von Roman Grombach

Vor nur 2480 Zuschauern schlugen die Gastgeber nochmals zurück und entschieden die Begegnung der Deutschen Eishockey Liga letztlich mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung für sich.

Im Tor der DEG stand gestern erneut Mathias Niederberger, was im Umkehrschluss bedeutete, dass Ersatzmann Timo Herden auch nach fünf Saisonspielen noch auf sein DEL-Debüt warten muss. Wieder mit dabei war indes Marcel Brandt, der beim Heimsieg gegen Mannheim am Sonntag (4:3 nach Penaltyschießen) noch auf der Tribüne gesessen hatte. Der 25 Jahre alte Stürmer rückte für den angeschlagenen Daniel Weiß ins DEG-Team, das ansonsten komplett einsatzfähig im neu gestalteten Mannschaftsbus an die Aller reisen konnte.

Der dortige Gastgeber kann von derartigen personellen Verhältnissen nur träumen. Denn den Wolfsburgern fehlen bereits seit dem Saisonstart einige Akteure, was sich auch in der etwas mageren Sieg- und Punkteausbeute nach den ersten vier Spieltagen niedergeschlagen hatte: ein einziger 4:3-Erfolg nach Verlängerung gegen Meister München waren Grizzly-Coach Pavel Gross deutlich zu wenig. Und so war klar, dass der 49-Jährige keine Rücksicht darauf nehmen konnte, dass in Düsseldorf seit dieser Saison sein langjähriger Assistent und Freund Mike Pellegrims an der Bande steht. Zumal Pellegrims selbst mit großen Ambitionen antrat.

Doch dafür, dass sich die beiden Trainer einiges vorgenommen hatten, blieb die Begegnung besonders im ersten Durchgang auf einem überschaubaren Niveau. Zwar waren die Rheinländer optisch leicht überlegen. Wirklich zwingend vor des Gegners Tor wurde es aber selten und wenn, dann war Torhüter Gerald Kuhn zur Stelle. Und weil dessen Gegenüber Niederberger einen ähnlich guten Tag erwischt hatte, ging es torlos zum ersten Pausentee in die Kabine.

Im Mittelabschnitt zeigten sich die Gastgeber dann etwas couragierter und suchten vermehrt den Weg nach vorne. Der Treffer zur 1:0-Führung konnte dementsprechend als verdient bezeichnet werden. In Überzahl gewannen die Niedersachsen ein Bully in der DEG-Zone, Jeremy Dehner legte den Puck quer und Gerrit Fausers Schlagschuss war für den sichtbehinderten Niederberger nicht zu halten. Ein einfacher Spielzug der offenbarte, dass bei den Wolfsburgern etwas klappte, das bei der DEG einmal mehr überhaupt nicht funktionierte: das Überzahlspiel.

Fast logisch daher, dass der Ausgleichstreffer kurz vor Pause dann bei ausgeglichener Mannstärke fiel. Mit vereinten Kräften wurde der Gegner bedrängt und das Spielgerät im Angriffsdrittel gehalten. Am Ende dieser Druckphase fälschte Maxi Kammerer dann einen Schuss von Stephan Daschner unhaltbar ins Tor ab.

In den letzten zwanzig Minuten entwickelte sich dann ein spannendes und umkämpftes Spiel. Nachdem Nowak seinen Auftritt hatte, egalisierte Dehner vier Minuten vor dem Ende. In der Verlängerung war es dann Mark Voakes, der den Wolfsburgern nach 45 Sekunden den Zusatzpunkt sicherte und das Tabellenende verlassen ließ.

 
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