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Deutschland-Cup in Krefeld
Historisches Eishockey-Spektakel

Deutschland-Cup in Krefeld: Historisches Eishockey-Spektakel
DEB-Präsident Franz Reindl, Oberbürger Frank Meyer und Paul Keusch (alle v.li.) präsentieren im König-Palast das Plakat für den Deutschland-Cup. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Vom 8. bis 11. November ist Krefeld Gastgeber des internationalen Vierländer-Turniers. Für den DEB-Präsidenten Franz Reindl ist das an der Geburtsstätte des Verbandes ein "historisches Highlight". Von H.-G. Schoofs

Krefeld steht in diesem Jahr ein zusätzlicher sportlicher Höhepunkt ins Haus. Vom 8. bis 11. November findet im König-Palast der 29. Deutschland-Cup im Eishockey statt. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) kehrt mit seinem traditionsreichen Heimturnier für drei Jahre zu seinen Wurzeln zurück. "Nach 55 Jahren in die Geburtsstadt des DEB zu gehen, ist ein historisches Highlight", sagte DEB-Präsident Franz Reindl gestern auf der Pressekonferenz im Busines-Club des KöPa. Neben Gastgeber Deutschland steht bisher nur die Slowakei als Teilnehmer dieses Vierländer-Turniers fest. Reindl wird am Rande der Olympischen Spiele Gespräche führen. Zunächst mit den Vertretern von Kanada und Russland.

"Krefeld freut sich riesig, das ist eine Traditionsstadt im Eissport, insbesondere im Eishockey. Ich habe schon im vergangenen Jahr, als wir 80 Jahre Eissport gefeiert haben, gesagt, Eissport gehört zur DNA unserer Stadt. Man merkt, dass auch selbst in Zeiten, wo es für die Pinguine sportlich nicht ganz so läuft, Eishockey ein Sport ist, der die Leute verbindet. Die Leute stehen stolz mit schwarz-gelben Schals auf der Tribüne und lieben diesen Sport", sagte Oberbürgermeister Frank Meyer. Krefeld sei eine internationale Stadt: "Wir haben schon immer Verbindungen in alle Welt gehabt. Daher ist so ein international besetztes Turnier hier sehr gut aufgehoben." Auch für das Stadtmarketing sei so eine Veranstaltung enorm wertvoll: "Eishockey ist wichtiger Werbeträger. Daher erhoffen wir uns einen großen Marketingeffekt für Krefeld."

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Davon kann der OB ausgehen. Denn der Deutschland-Cup sorgte in den vergangenen Jahren stets für positive Schlagzeilen. Bei der jüngsten Auflage in Augsburg wurde ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt. Zu den sechs Turnierspielen kamen insgesamt 32 000 Eishockeyfans. Auch die TV-Quoten steigen an. "Die Arena in Krefeld ist groß genug für einen neuen Rekord. Und das Einzugsgebiet hier ist riesig. Dazu hat sich das Turnier sportlich immer besser entwickelt. Für die Fans ist wichtig, dass Leistung und Qualität stimmen", sagte der DEB-Präsident. Er würdigte die Zusammenarbeit mit der Seidenweberhaus GmbH: "Herr Keusch hat sich professionell um das Turnier bemüht. Ich danke auch dem neuen Landesverband Eishockey für die Unterstützung. Man spürt in dieser Stadt die Leidenschaft für Eishockey. Wir kommen sehr gerne hier her." Neben Krefeld gab es weitere Bewerber, aber nicht aus NRW.

"Wir sind glücklich und stolz, dieses Turnier ausrichten zu können", sagte Paul Keusch, Geschäftsführer der Seidenweberhaus GmbH. Schon vor neun Jahren habe man sich beworben. Damals bekam München den Zuschlag. Der DEB vergab die Länderspiele gegen Dänemark (2007) und Schweden (2013) an den KöPa. Der Deutschland-Cup ist für den Veranstalter eine größere Herausforderung. "Wir sind baulich gut aufgestellt und können vier Kabinen zur Verfügung stellen. Nur für eine Kabine müssen wir eine mobile Duschanlage aufstellen. Von der Infrastruktur sind wir laut DEB top aufgestellt", sagte Keusch.

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Während gestern Vertreter des Krefelder EV anwesend waren, fehlten die Pinguine. Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz erfuhr vom Turnier lediglich aus der Zeitung. Geschäftsführer Matthias Roos hatte bedauert, dass die Gespräche ohne ihn stattgefunden haben. "Die Pinguine wurden kontaktiert", sagte Keusch gestern. Das bestätigte Roos, allerdings sei das erst geschehen, nachdem die Gespräche beendet waren und feststand, dass Krefeld den Zuschlag bekommt.

Quelle: RP
 
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