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Eishockey
Crosby, Jagr, Malkin - Superstars geben sich bei der WM die Ehre

Eishockey: Superstars geben sich bei der WM die Ehre
Der 43-Jährige Jaromir Jagr soll Gastgeber Tschechien zum Titel schießen. FOTO: dpa, ph mr jnk_A nic
Am Freitag beginnt die Eishockey-WM, und gleich zum Auftakt darf Sidney Crosby bewundert werden. Auch andere Superstars der Szene geben sich die Ehre.

Die Absagenflut im deutschen Team gibt zu denken, bei den anderen Nationen haben dagegen selbst die Superstars Lust auf die Eishockey-WM. Kanadas Nationalheld Sidney Crosby will in den Triple Gold Club, Oldie Jaromir Jagr soll Gastgeber Tschechien zum Titel schießen, und Russlands Ausnahmekönner Jewgeni Malkin möchte auch angeschlagen die "rote Maschine" auf Hochtouren bringen.

"Es gibt nur zwei, drei Spiele im Leben, in denen man gegen solche Leute spielt. Das darf man auch genießen", sagte Mannheims Meisterspieler Christoph Ullmann. Torhüter Dennis Endras meinte mit Blick auf das zweite Gruppenspiel am Sonntag (16.15 Uhr/Sport1) gegen Olympiasieger Kanada mit Crosby: "Ich werde beim Warmmachen kurz rüberblinzeln, 'Grüß Gott' sagen und mich dann wieder konzentrieren. Der kocht auch nur mit Wasser."

Ob sich Crosby auch so intensiv mit den deutschen Spielern beschäftigt, darf bezweifelt werden. "Sid" hat Anderes im Kopf: den Triple Gold Club. Der WM-Titel fehlt dem zweimaligen Olympiasieger und Stanley-Cup-Sieger von 2009 noch, um in den erlauchten Kreis von bislang 25 Eishockey-Größen aufgenommen zu werden.

"Ich habe einen Blick auf unseren Kader geworfen und freue mich, dass wir die Möglichkeit haben, Gold zu gewinnen", sagte der 27-Jährige, der mit Überfliegern wie Claude Giroux, Tyler Seguin und Jordan Eberle für Kanadas ersten WM-Titel seit 2007 sorgen will. Mit Crosby stehen die Chancen besser: In der für die Pittsburgh Penguins so enttäuschenden Saison kam der Center in 82 Spielen auf starke 88 Scorerpunkte.

Auch Jaromir Jagr punktet in der nordamerikanischen Profiliga regelmäßig - und das mit inzwischen 43 Jahren. Nachdem das Eishockey-Idol bei den Florida Panthers eine starke zweite Saisonhälfte gespielt und seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hatte, ließ er sich auch vom Gastgeber zum WM-Start im eigenen Land überreden. Eigentlich hatte Jagr vor einem Jahr seine Karriere im Nationaldress beendet.

Jagr soll nicht nur Identifikationsfigur sein, sondern auch sportlich den Ton angeben. "Die jungen Leute haben mir jede Menge Extra-Energie gegeben", sagte der Olympiasieger von 1998.

Alt fühlte sich dagegen zuletzt Jewgeni Malkin. Wegen diverser Blessuren blieb der Stürmerstar der Pittsburgh Penguins beim Play-off-Aus gegen die New York Rangers ohne Scorerpunkt. In der Hauptrunde hatte der 28-Jährige in 69 Spielen noch 70 Punkte gesammelt.

Trotz seiner alles andere als überragenden Fitness nahm Malkin genau wie der zuletzt bärenstarke Wladimir Tarasenko (St. Louis Blues) die Einladung des russischen Verbandes an, wie der Weltverband IIHF auf seiner Internetseite vermeldete. Es ist Malkins siebte Weltmeisterschaft, bislang stehen überragende 26 WM-Treffer für ihn zu Buche.

Sein russischer Teamkollege Alexander Owetschkin ist dagegen nicht dabei, er steht mit den Washington Capitals im NHL-Viertelfinale. An Superstars mangelt es der Weltmeisterschaft aber nicht. An deutschen Top-Spielern dagegen schon.

(sid)
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