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Krefeld Pinguine
1:2-Niederlage im Jubiläumsspiel gegen die Eisbären

Krefeld. Eishockey: Die Krefelder verloren gestern ihr 100. Duell gegen die Berliner Eisbären mit 1:2 nach Verlängerung. Verteidiger Steve Hanusch schied mit Mittelfußbruch aus. Morgen geht es jetzt weiter mit der Partie in Ingolstadt. Von Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Die Krefeld Pinguine haben gestern Abend das 100. Duell gegen den Rekordmeister der DEL, die Eisbären aus Berlin, mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Schwerer als die Niederlage im Jubiläumsspiel wog die schwere Verletzung von Verteidiger Steve Hanusch, der schon früh mit Mittelfußbruch ausschied - und nun mindestens sechs Wochen ausfällt. Vor der Partie wurde Herberts Vasiljevs für seinen 500. Scorerpunkt in der DEL ausgezeichnet. Das Trikot mit dem Aufdruck 500 wird nun zugunsten des Krefelder Hospiz via Facebook versteigert.

26 Sekunden waren im Auftaktdrittel gespielt, als Kapitän Daniel Pietta zum ersten Mal in dieser Saison in einem Meisterschaftsspiel aufs Eis kam. Er führte, wie von Trainer Rick Adduono angekündigt, die Sturmreihe mit den beiden Außenstürmern Mike Mieszkowski und Jeff Szwez als Center an. Im ersten Drittel fuhr der Nationalstürmer gleich Doppelschichten, denn er komplettierte auch den Angriff mit Mike Collins und Henrik Eriksson.

Die Anfangsphase gehörte den Gästen von der Spree die nach 164 Sekunden zu ihrem ersten Überzahlspiel kamen, als Verteidiger Steve Hanusch für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Der DEL-Rekordmeister setzte die Pinguine mächtig unter Druck und kam zu Tormöglichkeiten durch Marcel Noebels und Micki DuPont. Kurz vor der ersten Pause waren die Schwarzgelben zum zweiten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Zu diesem Zeitpunkt war Hanusch bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Abwehrspieler hatte in der dritten Minute einen Schuss der Berliner mit dem Schlittschuh so unglücklich geblockt, dass er verletzt ausschied.

Auch im zweiten Drittel plätscherte die Partie zunächst vor sich hin. Nachdem Torwart Patrick Klein gegen Darin Olver (27.) und Petr Pohl (28.) klären konnte, musste er sich eine Minute später geschlagen geben, als Barry Tallackson nach feinem Zuspiel von Darin Olver und Marcel Noebels allein auf ihn zulief und ihm keine Abwehrchance ließ. Die beste Chance zum Ausgleich im zweiten Drittel bot sich Stürmer Martin Schymainski. Der Publikumsliebling zielte aber in der 33. Minute knapp am Tor vorbei. Da beide Teams je ein weiteres Überzahlspiel nicht nutzten, und Berlins Neuzugang, der Japaner Shuhei Kuji, bei einem Konter über den Krefelder Kasten zielte, ging es mit einer 1:0-Führung für die Auswahl von Ex-Nationaltrainer Uwe Krupp in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel verpassten es die Gäste aus der Bundeshauptstadt, ihre Führung auszubauen, als sie zweimal mit einem Mann mehr auf dem Eis waren. Die Pinguine standen in der Abwehr gut, und wenn mal etwas aufs Tor kam, war Krefelds Bester an diesem Abend, Patrick Klein, bestens postiert. In den letzten acht Minuten nahm die Partie dann noch mal Fahrt auf, und die Pinguine kamen verdient zum Ausgleich, als Kapitän Daniel Pietta am langen Pfosten ein schönes Zuspiel von Oliver Mebus aufnahm und dem Berliner Torhüter keine Abwehrchance ließ. 56 Sekunden vor Drittelende kamen die Pinguine noch einmal in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. So ging es in die Verlängerung, wo die Schwarzgelben die 64 Sekunden lange Restüberzahl nicht zum Siegtreffer nutzten. Nach 166 Sekunden nutzten die Berliner dann einen schlechten Wechsel der Krefelder eiskalt aus und trafen durch Micki Dupont zum Siegtreffer. Damit ging der Zusatzpunkt in die Bundeshauptstadt.

Quelle: RP
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