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2:5 - Pinguine fünf Minuten im Tiefschlaf

Lokalsport: 2:5 - Pinguine fünf Minuten im Tiefschlaf
Andreas Driendl (re.) und der Ex-Krefelder Mark Voakes wollen sich hier den Punkt angeln. Der Krefelder Center ersetzte gestern in Wolfsburg Kapitän Daniel Pietta in der ersten Sturmreihe und erzielte den zweiten Treffer der Pinguine. FOTO: samla
Del. Eishockey: Die Krefelder enttäuschten gestern im Auswärtsspiel bei den Grizzlys Wolfsburg ab dem zweiten Drittel und kassierten ihre siebte Niederlage in Folge. Für das morgige Heimspiel gegen Augsburg gehört Pietta wieder zum Kader. Von H.-G. Schoofs Aus Wolfsburg

Fünf Minuten Tiefschlaf kosteten den Pinguinen gestern das dringend notwendige Erfolgserlebnis. Stattdessen kassierten die Krefelder in Wolfsburg ihre siebte Niederlage in Folge und stellen damit ihren bisherigen Negativrekord aus der Saison 2012/13 ein. Nach einem sehr guten Auftritt im ersten Drittel und einer 1:0-Führung verlor das Team vom Niederrhein zum Leidwesen ihrer knapp 30 mitgereisten Fans gänzlich den Faden und geriet früh auf die Verliererstraße. Ob nun morgen im Heimspiel gegen die Augsburger Panther (erstes Bully 14.30 Uhr) endlich der Bock umgestoßen werden kann, ist angesichts der gestrigen Leistung ab dem zweiten Drittel fraglich. Wie die RP bereits gestern andeutete, wird dann auch wieder Daniel Pietta zum Kader gehören. Der Kapitän hatte gestern ohne Angaben von Gründen der sportlichen Leitung gefehlt.

Nach einer problemlosen Anreise trafen die Pinguine sehr früh in der Autostadt ein. Franz Fritzmeier bot sieben Verteidiger und elf Stürmer auf. Piettas Platz nahm wie schon am Mittwoch und Donnerstag im Training Andreas Driendl ein. "In der vierten Reihe sollen sich die Center der ersten drei Reihen zwischen Eriksson und Kretschmann abwechseln", sagte der Trainer, der eine Wolfsburger Mannschaft erwartete, die "wie die Feuerwehr loslegen wird." So kam es auch, aber es brannte vor dem Krefelder Tor nicht viel an, weil die Pinguine von der ersten Sekunde an hellwach waren und den Grizzlys mit aggressiver Abwehrarbeit das Leben schwer machten. Sie überstanden eine Strafe gegen Kyle Sonnenburg und versuchten danach, offensiv Akzente zu setzten. In der achten Minute tankte sich Martin Schymainski auf der rechten Seite schön durch. Sein Torschuss wurde abgefälscht und kam zu Herberts Vasiljevs. Der Interims-Kapitän nutzte die erste Krefelder Torchance eiskalt aus und schob den Puck an Torwart Brückmann vorbei über die Linie. Die Hausherren forderten den Video-Beweis. Die Hauptschiedsrichter erkannten den Treffer aber an. In Überzahl eröffneten die Grizzlys, die kurzfristig auf den verletzten Verteidiger Jimmy Sharrow verzichten mussten, das Mitteldrittel. Scott Valentine konnte Mulock nur mit einem Foul am Torschuss hindern. Die Schiris entschieden auf Penalty, den der Wolfsburger zum Ausgleich nutzte. Dann musste Nick St. Pierre auf die Strafbank. Das nutzten die Gastgeber zum Führungstreffer. Und nur drei Minuten später war das Match endgültig gedreht, als sich Torwart Klein ohne Abwehrchance zum dritten Mal geschlagen geben musste. Zweimal hatte er Glück, als Voakes und Aubin den Pfosten trafen. Die Pinguine erholten sich von den grausamen fünf Minuten. Norman Hauner und Andi Driendl scheiterten an Brückmann. Der ließ einen Schuss von Valentine abprallen, doch Mike Collins kam mit der Schlägerspitze einen Tick zu spät.

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd der Pinguine im Schlussdrittel wurde bereits 117 Sekunden nach Wiederanpfiff zunichte gemacht. Hanusch und Sonnenburg ließen Furchner ziehen, der frei vor Klein auftauchte und für die Vorentscheidung sorgte. Acht Minuten später kassierte St. Pierre eine zweite Strafzeit des Spiels. Beim Unterzahlspiel ging die Ordnung der Krefelder gänzlich verloren. Voakes stand frei vor dem Tor und fälschte einen Schlagschuss von Likens unhaltbar zum 5:1 ab. Eine Minute später kamen die Pinguine zu ihrer vierten Überzahl. Dabei ließ Torwart Brückmann einen Distanzschuss von Driendl am kurzen Pfosten passieren. Mehr als diese Ergebniskorrektur war für die Gäste nicht mehr drin, weil Istvan Sofron eine Minute später eine Großchance vergab.

Quelle: RP
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