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Adduono hadert mit Import-Stürmern

Lokalsport: Adduono hadert mit Import-Stürmern
Mit der Torausbeute seines Trios Sofron/Eriksson/Collins (hier vorne im Bild) ist Rick Adduono (re.) noch nicht zufrieden. FOTO: samla.de
Del. Eishockey: Der Trainer der Krefeld Pinguine ist mit der bisherigen Punkteausbeute seiner Angreifer Eriksson, Collins und Sofron noch nicht zufrieden. Noack arbeitet an den Vertragsverlängerungen von Klein und Hanusch. Von H.-G. Schoofs

Die Enttäuschung über die Niederlage im Westderby gegen Iserlohn war in den Gesichtern der Pinguine Dienstag und gestern beim Training noch deutlich zu sehen. Vielleicht auch deshalb änderte Rick Adduono vorgestern sein Programm. Statt wie gewohnt knüppelharte Arbeit mit reichlich Zweikampftraining und Laufeinheiten, ging es locker zu. Und das nur für 45 Minuten. Danach durften sich die Spieler noch nach Lust und Laune auf dem Eis tummeln. "Die Jungs sollen Spaß haben. Sie hängen sich wie gegen Iserlohn voll rein, werden dafür aber nicht belohnt. Jetzt muss ich für die Belohnung sorgen", sagte der Coach am Dienstag.

Den mangelnden Lohn macht Adduono in erster Linie an der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff aus. "Wir schießen einfach zu wenig Tore." Dabei haderte der Kanadier am Dienstag nach dem Training im Gespräch mit unserer Zeitung besonders mit seinen "Imports", wie er seine Kontingentspieler nennt. Besonders von seinen Stürmern aus dem Ausland erwarte er eine bessere Trefferquote: "Unsere Imports müssen die besten Spieler sein." Das sind sie in dieser Saison (noch) nicht. Martin Schymainski traf bereits neunmal ins Schwarze, die fünf Import-Stürmer Hendrik Eriksson (3), Mike Collins (3), Istvan Sofron (1), Yared Hagos (1) und Jeff Szwez (0) zusammen nur achtmal. Auch der Vergleich mit Vereinen, mit denen sich die Pinguine von den finanziellen Möglichkeiten her einigermaßen auf Augenhöhe befinden, schneidet die Krefelder Offensivabteilung aus dem Ausland schlecht ab. In Schwenningen erzielten fünf "Imports" zusammen 15 Tore, in Augsburg sechs "Imports" 22 Tore. Im Sommer hatte Adduono gehofft, dass Eriksson, Collins und Bishop schnell in der DEL zurechtkommen und bei Sofron endlich so richtig der Knoten platzt. Bishop wurde erst gar nicht lizenziert. Der Amerikaner trainiert derzeit mit dem DNL-Team des KEV und schießt im Training ein Tor nach dem anderen, was allerdings aufgrund des Leistungsunterschieds normal ist. Neidisch blickt der Kanadier nach München, wo Jason Jaffray in 12 Spielen neunmal traf. "Mit dem habe ich im Sommer viel früher gesprochen als München. Den können wir aber nicht bezahlen." Der kanadische Stürmer soll an der Isar 140 000 Euro netto verdienen. Das bekommen Eriksson und Collins in Krefeld gerade mal zusammen. "Ich habe in meinem Buch viele gute Stürmer stehen, die torgefährlich sind. Die passen nicht zu unserem Budget", sagte der Trainer. Rüdiger Noack sieht die mangelnde Durchschlagskraft nicht so dramatisch: "Die Mannschaft spielt eigentlich gut. Vielleicht liegt es ja an der Zusammenstellung der Reihen." Mehr Sorgen macht sich der sportliche Berater derzeit um die personelle Planung für die Zukunft. Die Jagd anderer Vereine nach deutschen Spielern wird immer intensiver. "Es wird verdammt schwer, Spieler wie Steve Hanusch, Thomas Supis oder Patrick Klein halten zu können." In der kommenden Deutschland-Cup-Pause (2.-12. November) nimmt das Personal-Karussell in der DEL wieder richtig Fahrt auf.

Quelle: RP
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