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Krefeld Pinguine
Aufholjagd der Pinguine nicht belohnt

Krefeld Pinguine: Aufholjagd der Pinguine nicht belohnt
Torchancen gab es für die Pinguine gestern ausreichend. Hier scheitert Norman Hauner (re.) am Mannheimer Torwart Youri Ziffzer. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefelder kamen in ihrem ersten Heimspiel des Jahres gegen Adler Mannheim nach einem 1:5-Rückstand auf 4:5 heran. Am Ende gewann der Meister mit 7:4.  Von H.-G. Schoofs

Elf Tore in einem Spiel bekommen die Zuschauer im König-Palast selten zusehen. Nur das Ergebnis passte aus Sicht der KEV-Fans gestern Abend nicht dazu. Mit 4:7 mussten sich die Pinguine bei ihrem Jahresdebüt dem Deutschen Meister Adler Mannheim geschlagen geben. Bis zur 30 Minute sahen die Schwarz-Gelben wie der sichere Verlierer aus. Die beiden Leistungsträger David Fischer und Nick St. Pierre wurden in der Abwehr schmerzlich vermisst. Danach starteten sie eine Aufholjagd, für die sie sich aber nicht belohnen konnten. Erneut war das Überzahlspiel viel zu harmlos. Neben den beiden Torhütern erwischten auch die Schiedsrichter keinen guten Tag. Für die Pinguine geht die Reise bereits heute nach Ingolstadt, wo morgen die Panther warten. Danach bleiben sie an der Donau und fahren von dort aus am Freitag zum Gastspiel nach München.

Als Franz Fritzmeier seine Spieler am Morgen vor dem Abschlusstraining begrüßte, blieben in der Kabine mehr Plätze leer als erwartet. Denn Nick St. Pierre und Patrick Klein sind weiter krank. David Fischer reihte sich mit seinem gebrochenen Zeh in die Verletztenliste ein. So blieben dem Trainer nur sechs Verteidiger, zu denen auch Youngster Mike Schmitz zählte. Die Mannheimer konnten nach der Teilnahme am Spengler-Cup in Davos wieder auf einige der zuletzt angeschlagenen oder kranken Akteure zurückgreifen.

Die Pinguine knüpften vor gut gefüllten Rängen zunächst an die Leistung vom Jahresausklang gegen Hamburg an. Sie überstanden eine Unterzahl und gingen in Führung. Adler-Torwart Ziffzer hielt einen Schuss von Mike Collins nicht fest. Daniel Pietta war zur Stelle und erzielte den ersten Treffer des neuen Krefelder Eishockey-Jahres (7.). Zwei Minuten später ergab sich für die Gastgeber in Überzahl die Chance zum 2:0. Doch sie fingen sich einen Konter ein, den Carle mit einem Nachschuss zum Ausgleich nutzte. Yared Hagos kam dann nach einem groben Schnitzer der Gäste kurz vor dem Tor frei zum Schuss, scheiterte jedoch an Ziffzer. Im Gegenzug traf Richmond aus halblinker Position mit einem platzierten Flachschuss. Danach riss bei den Pinguinen der Faden. Die Adler hatten leichtes Spiel und erhöhten auf 3:1.

Im Mitteldrittel bahnte sich nach einem Doppelschlag der Gäste innerhalb von nur 56 Sekunden ein Debakel für die Pinguine an. Trainer Fritzmeier nahm nach dem fünften Gegentreffer seine Auszeit. Sein Team wehrte sich so gut es ging gegen das Waterloo. Als sie für 32 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis waren, verkürzte Herberts Vasiljevs auf 2:5. Plötzlich nahm das Match wieder so richtig Fahrt auf. Pietta erzielte mit einer schönen Einzelleistung seinen zweiten Treffer an diesem Abend. Kurz vor der Pause vergab Mark Hurtubise eine sehr gute Torchance, im Gegenzug traf Hecht den Pfosten.

Zwei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da erwischte ein Mannheimer mit seinem Schläger Hurtubise im Gesicht. Der Kanadier musste mit zwei Stichen genäht werden, kehrte aber wieder aufs Eis zurück. Akdag kassierte eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Ihre fünfminütige Überzahl nutzten die Pinguine nicht zum Anschlusstreffer. Die größte Chance vergab Andi Driendl. Wenig später machte er es besser und staubte nach einem Schuss von Hagos ab. Die Schwarz-Gelben bemühten sich in der Schlussphase, Druck aufzubauen. Mannheim verteidigte clever. Bei einem Konter war Torwart Galbraith gegen MacMurchy zwar zur Stelle, doch der Puck muss unter seiner linken Schiene im Tor gewesen sein. Das entschieden jedenfalls die Schiedsrichter nach Videobeweis. Allerdings war das eine sehr umstrittene Entscheidung. Denn die Fernsehbilder konnten das nicht bestätigen. 126 Sekunden vor dem Ende nahm Fritzmeier seinen Torwart vom Eis. Dabei sorgte Hecht zu Freude der 600 angereisten Adler-Fans mit einem Schuss ins leere Krefelder Tor für den Endstand.

Quelle: RP
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