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Krefeld Pinguine
Die Krefeld Pinguine hoffen heute als Europas Kellerkind auf großes Losglück

Champions Hockey League: Krefeld Pinguine hoffen heute auf großes Losglück
Chl. Eishockey: Heute werden in Zürich die 16 Dreier-Gruppen für die dritte Saison der Champions Hockey League ausgelost. Von den 48 Mannschaften sind die Krefelder das am schlechtesten platzierte Team der abgelaufenen Meisterschaft. Von H.-G. Schoofs

Wohin führt in diesem Jahr in Europa die Reise der Krefeld Pinguine? Diese Frage wird heute ab 12 Uhr in Zürich beantwortet, wo die 16 Dreier-Gruppen der Champions Hockey League ausgelost werden. Im Vorjahr war der Modus (48 statt 44 Teams, Dreier- statt Vierergruppen) geändert worden, um mehreren Teams die Chance zu geben, die erste Play-off-Runde zu erreichen, sowie die hohe Belastung zu Beginn der Saison und die Reisekosten gering zu halten. Denn die Zahl der Vorrundenspiele reduzierte sich auf vier statt sechs Spiele.

Nachdem die Schwarz-Gelben 2014 und 2015 bis auf Wien nur auf Mannschaften aus Skandinavien trafen, hoffen sie diesmal auf mehr Losglück. Wie stark die Teams im hohen Norden sind, zeigen die ersten beiden CHL-Spielzeiten. Bei der Premiere war Schweden im Halbfinale drei Mal vertreten, Finnland einmal. Zuletzt stellten die Finnen drei Teams, dazu gesellte sich noch der HC Davos aus der Schweiz. Auf dem großen und schweren CHL-Silberpokal glänzen bisher die beiden schwedischen Vereinsnamen Lulea Hockey und Frölunda Göteborg .

Der Jubel war in der Seidenstadt groß, als am 3. Dezember 2013 bekannt wurde, dass den Pinguinen die Möglichkeit geboten wurde, als sportliches Aushängeschild der Stadt auch die europäische Eishockey-Bühne betreten zu können. Damals hatte die Deutsche Eishockey-Liga neben Berlin, Mannheim und Ingolstadt ein viertes deutsches Gründungsmitglied für die CHL gesucht. Bei der KEV Pinguine Eishockey GmbH wurde nicht lange überlegt und bereits einen Tag nach der Anfrage zugesagt. Dafür musste eine Lizenzgebühr (80 000 Euro) an das Ligabüro in Zürich überwiesen werden, mit der eine vierjährige Teilnahme garantiert wurde.

Gleich im ersten Jahr erwischten die Pinguine eine Hammergruppe, in der sie auf den schwedischen Meister Skelleftea AIK, IFK Helsinki (Finnland) und Vojens (Dänemark) trafen. Gegen den Meister aus dem Nachbarland feierten die Krefelder am 7. Oktober 2014 mit 5:4 ihren ersten CHL-Sieg. Allerdings war diese Begegnung nicht mehr von großer Bedeutung, da sich Helsinki und Skelleftea bereits für die Play-offs qualifiziert hatten. Nicht viel leichter wurde es in der zweiten Saison, wo der finnische Meister Kärpät Oulu im Weg stand. Der zweite Gruppengegner hieß Wien Capitals. Die Pinguine verpassten es nach dem 3:2-Auswärtssieg im Rückspiel auf eigenem Eis diese Hürde zu nehmen und damit in die erste Play-off-Runde einzuziehen.

Nach der CHL-Saison 2015 spielten die Verantwortlichen in Zürich mit dem Gedanken, die Teilnehmerzahl wieder zu reduzieren, damit sich wirklich nur die besten Teams aus Europa messen können. Die Pinguine hätten ihre Lizenz zurückgeben oder verkaufen können. "Das kam für uns nicht in Frage. Wir wollen uns weiter mit attraktiven und starken Gegnern messen. Eine bessere Vorbereitung auf die neue DEL-Saison gibt es nicht", sagte gestern Wolfgang Schulz. Der Aufsichtschef wünscht sich allerdings, dass die Reise diesmal nicht wieder in den hohen Norden geht. Dieser Wunsch ist allerdings nur schwer zu erfüllen. In den Lostöpfen eins und zwei mit je 16 Teams, aus denen die beiden Gegner der Krefelder gezogen werden, befinden sich jeweils acht Mannschaften aus Schweden, Finnland oder Dänemark. Auf jeden Fall winken den Schwarz-Gelben attraktive Gegner.

Jeder der drei Lostöpfe umfasst in diesem Jahr 16 Mannschaften, die nach zwei Prinzipien gelistet sind: A nach Stärke (Setzliste: 1. Schweden, 2. Finnland, 3. Tschechien, 4. Schweiz, 5. Deutschland, 6. Österreich, 7. Slowakei, 8. Norwegen, 9. Dänemark, 10. Weißrussland, 11. Frankreich, 12. Großbritannien, 13. Polen).

B nach der Olympia-Sonderregel, die besagt, dass keine Mannschaften aufeinander treffen können, deren Nationen im September in der Olympia-Qualifikation für die Spiele 2018 in Süd-Korea starten.

Die CHL hat sich wegen Prinzip B dafür entschieden, in Topf 3 alle Mannschaften aus den Olympia-Qualifikanten zu versammeln (plus Znojmo, das zwar in der österreichischen EBEL spielt, aber als tschechisches Team nicht als Qualifikationsnation zählt). Ausnahmen sind die beiden Landesmeister aus der DEL (München) und der EBEL (Salzburg), die wie alle weiteren Meister der sechs Spitzennationen in Topf 1 gelistet sind.

Die Pinguine gehen als Europas Kellerkind ins Rennen. Keine andere der 48 Mannschaften war am Ende der Punktspiele in seiner Liga so schlecht platziert wie die Krefelder (Platz 13). Danach folgen Fribourg-Gottéron (12.) aus der Schweiz und der HC Vítkovice Steel (11.) aus Tschechien. Wirtschaftlich wirkte sich die bisherigen zwei CHL-Teilnahmen für die Pinguine nicht negativ aus. Allerdings waren die Reisekosten ziemlich happig. Der Zuschauerzuspruch in den bisherigen fünf CHL-Heimspielen war mit 3283 Besuchern im Schnitt besser als an vielen anderen CHL-Standorten. Die heutige Auslosung kann im Internet unter www.championshockeyleague.net per Livestream verfolgt werden.

Quelle: RP
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