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Gelungenes Pätzold-Comeback
Pinguine knöpfen Nürnberg Punkt ab

DEL: Krefeld Pinguine knöpfen Nürnberg Ice Tigers einen Punkt ab
Krefelds neuer Torwart Dimitri Pätzold feierte gestern im Spiel gegen Nürnberg dank seiner langjährigen Erfahrung ein gelungenes Debüt. Hier verhinderte er in der 37. Minute gegen Ehliz die Führung der Tigers. FOTO: T.L.
Krefeld. Die Krefeld Pinguine mussten sich im König-Palast vor einer enttäuschenden Kulisse dem Tabellenzweiten erst nach Penaltyschießen geschlagen geben. Torwart Dimitri Pätzold feierte ein gelungenes Debüt. Von H.-G. Schoofs

Erneut machten die Pinguine einem Titelanwärter das Leben überaus schwer und mussten sich den Nürnberg Ice Tigers erst nach Penaltyschießen mit 1:2 geschlagen geben. Vor der Saison-Minuskulisse feierte Krefelds neuer Torhüter Dimitri Pätzold ein starkes Debüt und war am Ende bester Mann seines Teams. Seine Vorderleute verdienten sich nur zwei Tage nach dem kräfteraubenden Match in Berlin vor allem kämpferisch Bestnoten und wehrten sich sehr gut gegen die körperlich überaus robusten Gäste aus dem Frankenland. Spielerisch war das Duell gegen den Tabellenzweiten sicher kein Leckerbissen. Mit dem einen Zähler werden die Krefelder, die als krasser Außenseiter angetreten waren, sicher gut leben können.

Während in der Tabelle zwischen beiden Teams eine große Lücke herrscht, gab es wenigstens vor dem Spiel eine Gemeinsamkeit. Beide liefen sich in weißen Trikots warm. Beim Auftaktbully standen die Kontrahenten in ihren gewohnten Spieltrikots auf dem Eis. Bei den Pinguinen tauchte der neue Torwart Dimitri Pätzold in der Starting-Six auf, obwohl Patrick Klein zuletzt gegen die Top-Teams mit starken Leistungen seine Qualitäten als Nummer-Eins-Goalie unter Beweis gestellt hatte. Pätzold hatte schon für Straubing bei der Heimniederlage (4:5) gegen Nürnberg ab der 26. Minute im Tor gestanden, nachdem Vogl nach einer 3:1-Führung zwei Treffer kassiert und danach Dienstschluss hatte. Auch auf der anderen Seite gab es für den Torwart ein Wiedersehen. Denn Ex-Pinguin Niklas Treutle bekam den Vorzug vor Andreas Jenike.

Auf den Rängen war nach der Galavorstellung gegen Mannheim überraschend wenig los. Das übertrug sich scheinbar auf die Spieler. Denn die Höhepunkte waren auf beiden Seiten rar. Nachdem Daniel Pietta nach 60 Sekunden im Nachschuss an Treutle gescheitert war, bestimmt Taktik das Geschehen. Erst als Alex Trivellato seine erste Strafzeit für Krefeld kassierte und zweit weitere Minuten später auch Martin Ness auf die Strafbank musste, drohte Pätzold Gefahr. Doch die größte Einschlussmöglichkeit hatte Pietta bei einem Break. Er scheiterte aber an Treutle. Im Gegenzug traf Jurcina den Pfosten. Auf den ersten Höhepunkt des Spiels mussten die Fans bis zur 19. Minute warten, als Marcel Müller nach schöner Kombination über Umicevic und Pietta die Führung erzielte.

Drei Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, da musste Ness erneut auf die Strafbank. Einen harten Schuss von Aronson konnte Pätzold noch festhalten, aber gegen den Nachschuss von Fox war er machtlos. Dann kochte die Krefelder Volksseele, weil man mit den Entscheidungen der Hauptschiedsrichter nicht einverstanden war. Erneut gerieten die Schwarz-Gelben nach Beinstellen von Müller in Unterzahl. Die Pinguine hielten sich diesmal schadlos und fanden wieder ihren Rhythmus. Da die Tigers aber deutlich bissiger waren als im ersten Drittel, wurde das Spiel intensiver geführt. Als dann die erste Strafe für Nürnberg fällig war, jubelten die KEV-Fans. Doch nutzen konnten die Pinguine die Überzahl nicht. Nachdem Pätzold gegen Ehliz in höchster Not gerettet hatte, war die zweite Überzahl der Krefelder fällig. Doch es bestätigte, warum die Tigers defensiv die Crème de la Crème der Liga sind.

Mit einer guten Einschussmöglichkeit für Mathias Trettenes, der von Nick St. Pierre schön in Szene gesetzt wurde, eröffneten die Pinguine das Schlussdrittel. Doch der Norweger scheiterte an Treutle (44.). Zwei Minuten später kamen die Pinguine zum zweiten Mal in Überzahl. Aber erneut bissen sie sich an den starken und großgewachsenen Tigers die Zähne aus. Trainer Adduono bündelte die Kräfte und begnügte sich mit drei Sturmreihen. Nachdem Grygiel nach einem Fehler von Treutle zum Schuss kam, der Nürnberger den Fehler aber selber wieder ausbügelte, passierte vor beiden Toren nicht viel. Erst zwei Minuten vor Schluss scheiterte Umicevic an Treutle, Müller setzte den Nachschuss knapp am Tor vorbei. Danach gaben sich beide Teams in der regulären Spielzeit mit dem einen Punkt zufrieden. In der Verlängerung rettete Pätzold die Pinguine gegen Reimer und Festerling mit zwei Glanzparaden ins Penaltyschießen. Dort hatte der Tabellenzweite durch Routinier Reinprecht das glücklichere Ende für sich. Auf Krefelder Seite waren Müller, Trettenes und Feser gescheitert.

Quelle: RP
 
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