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Krefeld Pinguine
Scherben bringen nur ein Drittel Glück

DEL: Krefeld Pinguine verlieren bei Fischtown Pinguins mit 3:6
Pinguine-Trainer Rick Adduono. FOTO: samla.de
Bremerhaven. Die Krefeld Pinguine unterlagen in Bremerhaven gestern Abend mit 3:6. Vor der Partie war eine Glasscheibe zu Bruch gegangen. Daher startete das Spiel mit einer halben Stunde Verspätung. Morgen kommt um 14 Uhr Wolfsburg. Von Aus Bremerhaven Berichten Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Die Krefeld Pinguine bleiben im Tabellenkeller der DEL. Die zuletzt guten Leistungen gegen München und Ingolstadt bestätigte die Auswahl von Trainer Rick Adduono nicht, gab eine 3:1-Führung aus der Hand und ist nun nach 17 Spielen Tabellenvorletzter vor Schlusslicht Straubing und einen Rang hinter der Düsseldorfer EG.

Die Pinguine traten gegenüber der Partie am Mittwoch beim deutschen Meister EHC München in unveränderter Formation an. Das bedeutete auch, dass Patrick Klein erneut das Tor der Schwarzgelben hütete, weil Andrew Engelage seine Verletzung aus dem Spiel vom vergangenen Sonntag in Ingolstadt noch nicht auskuriert hatte. In München hatte Klein ja bekanntlich stark gehalten und war damit maßgeblich am Punktgewinn der Pinguine beteiligt.

"Bremerhaven ist ein starkes Team, das die Scheibe immer schnell und hart in den Torbereich bringt. Das müssen wir versuchen, mit einer starken Defensivleistung zu verhindern. Wenn wir nicht mehr als zwei Gegentreffer kassieren, haben wir eine gute Chance, das Spiel hier zu gewinnen. Bremerhaven ist eine Mannschaft, die sehr körperbetont spielt. Wir müssen bereit sein und den Kampf annehmen", sagte Trainer Rick Adduono kurz vor dem Auftaktbully unserer Zeitung.

Plexiglasscheibe muss schon vor dem ersten Bully dran glauben

Das erste Bully musste übrigens um 30 Minuten verschoben werden, weil Bremerhavens Cody Lampl beim Warm-up eine Plexiglasscheibe zertrümmerte und diese durch die Eismeister ersetzt werden musste. Der Glasbruch füllte gleich vier Zehn-Liter -Eimer - und zunächst sollten die Scherben auch den Pinguinen das sprichwörtliche Glück bringen.

Beide Mannschaften begannen verhalten und waren auf Torsicherung bedacht. In der 3. Minute scheiterte Bremerhavens Kirchner an Klein. Zwei Minuten später kamen die Pinguine dann erstmals gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Joel Keussen und Markus Nordlund konnten aber Bremerhavens Torhüter Pöpperle nicht überwinden. Für den ersten Treffer des Abends sorgte Krefelds Verteidiger Max Faber , als er eine Hereingabe von Jason Bast mit dem Schlittschuh unhaltbar ins eigene Tor beförderte. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde Bast der Treffer gut geschrieben. 17 Sekunden später kamen die Pinguine durch Faber zum Ausgleich. Der Verteidiger war beim zweiten Tor der Pinguine, das Nick St. Pierre erzielte, auch dessen Wegbereiter. 18 Sekunden vor der ersten Pause erhöhte Caron auf 3:1 für die Gäste.

Zu Beginn des zweiten Drittels erhöhte Bremerhaven den Druck auf das Krefelder Tor, und ihr Topscorer Jan Urbas verkürzte mit einem Rückhandschuss unter die Latte auf 2:3 (24.) Eine Minute später fiel der Ausgleich für die Gastgeber durch Rylan Schwartz. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Pinguine gut und kamen selber wieder zu Tormöglichkeiten. Die beste hatte Jordan Caron nach Zuspiel von Müller in der 30. Minute. Im Gegenzug traf Kevin Lavalle zum 4:3 für die Hausherren. Da die Pinguine eine vierminütige Überzahl nicht zum Ausgleich nutzten, gingen sie mit einem Rückstand ins letzte Drittel.

Im letzten Drittel bemühten sich die Gäste, das Blatt noch einmal zu wenden. Die beste Gelegenheit dazu hatte in der 46. Minute Marcel Müller, als er in Unterzahl aber an Bremerhavens Goalie Tomas Pöpperle. Im Gegenzug stellte Hoss Mauermann mit einem Schuss hoch ins lange Ecke auf 5:3. Das war die Vorentscheidung. In der 52. Minute handelte sich Pinguine-Neuzugang Caron dann noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe ein, als er Bremerhavens Christopher Rumble mit dem Schläger attackierte. Den Schusspunkt setzte Hoeffel zwei Minuten vor dem Ende, als er nach Zuspiel von Mauermann und Dejdar das halbe Dutzend für die Heimmannschaft voll machte.

Morgen geht es bereits um 14 Uhr weiter. Gegner im Königpalast ist dann Wolfsburg, das gestern gegen die DEG mit 3:0 gewann.

Quelle: RP
 
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