| 22.14 Uhr

Krefeld Pinguine
Pinguine klauen München einen Punkt

DEL: Red Bull München schlägt die Krefeld Pinguine mit 3:2
Torschütze zum 2:2 für Krefeld: Martin Schymainski. FOTO: ISPFd
München. Die Krefeld Pinguine müssen sich dank Torwart Patrick Klein beim DEL-Meister München erst in der Verlängerung geschlagen geben. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns, München

Hut ab Pinguine! Vier Punkte aus zwei schweren Auswärtsspielen innerhalb von nur drei Tagen plus erheblicher Reisestrapazen sind eine stolze Ausbeute. Nach dem 5:2-Sieg an der Donau boten die Krefelder auch gestern an der Isar eine tadellose Vorstellung. Auch nach dem 0:2 Rückstand warfen sie beim Meister nicht die Flinte ins Korn und verdienten sich dank eines sehr guten Torhüters Patrick Klein nach 60 Minuten den einen Punkt. Am Ende gewann München 3:2 n.V.

Wegen einer Messe in München waren dort die Hotelkapazitäten knapp. Die Pinguine bezogen deshalb am Dienstag das Hotel an der Arena in Ingolstadt, wo sie bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag, vor ihrem Auswärtssieg bei den Panthern genächtigt hatten. Gestern um 10 Uhr gingen die Schützlinge von Coach Rick Adduono in Ingolstadt für 30 Minuten aufs Eis. Gegen 16 Uhr machten sich die Schwarz-Gelben dann auf den Weg in die bayrische Landeshauptstadt. Auch wenn Andrew Engelage, Patrick Seifert und Diego Hofland fehlten, war die Stimmungslage sowohl beim Trainerteam als auch bei der Mannschaft vor dem Spiel deutlich besser als noch am Sonntag in Ingolstadt. Dazu trug vielleicht auch die Tatsache bei, dass die Gastgeber auf ein halbes Dutzend Stammkräfte verzichten mussten. Nur elf Stürmer konnte Trainer Jackson aufbieten.

"Meine Mannschaft ist bereit für das Spiel gegen den Meister. Wir müssen in der Defensive gut stehen, dürfen München in unserer Zone keinen langen Puckbesitz geben und möglichst nicht mehr als 30 Schüsse auf unser Tor zulassen. Wenn wir dann auch noch von der Strafbank wegbleiben, können wir hier gewinnen," sagte der Coach vor dem Spiel im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit Patrick Klein habe er am Morgen noch gesprochen; "Die Mannschaft und ich vertrauen ihm. Er hat in den vergangenen Wochen sehr gut trainiert. Ich bin davon überzeugt, dass er heute eine starke Leistung zeigen wird." Bereits in den ersten Minuten bekam Klein alle Hände voll zu tun und verhinderte gegen Daubner und Wolf einen frühen Rückstand. Die Pinguine tauchten durch Mathias Trettenes erstmals gefährlich vor dem Tor von Aus den Birken auf. Bis zur ersten Pause blieben die Roten Bullen am Drücker. Aber weil Klein gegen Aucoin und Lauridsen zweimal glänzend zur Stelle war, ging es mit der Nullnummer in die Kabinen.

Gerade mal 219 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da lagen die Pinguine mit 0:2 zurück. Zunächst ließ sich Torwart Klein von einem Distanzschuss des Münchner Heißsporns Pinizzotto überraschen. Dann war er bei einer Strafe gegen Adi Grygiel beim Schuss von Kastner machtlos. Jetzt änderten die Krefelder ihre Taktik und tauchten häufiger im gegnerischen Drittel auf. Dabei erzielte Jordan Caron nach schöner Vorarbeit von Daniel Pietta den Anschlusstreffer (28.). Kurz darauf scheiterte Marcel Müller am Torwart. Weil die Schwarz-Gelben ihre erste Überzahl nicht nutzen konnten, gingen sie mit dem knappen Rückstand in die zweite Pause. Im Schlussdrittel gerieten die Pinguine zweimal in Unterzahl. Beim ersten Konter zielte Caron gegen den Außenpfosten, beim zweiten zielte Christoph Gawlik knapp am Tor vorbei. Dann musste Müller für zwei plus zehn Minuten in die Kühlbox. Und wieder starten die Pinguine einen Konter. Nachdem Aus den Birken einen Schuss von Gawlik nicht festhalten konnte, staubte Martin Schymainski zum Ausgleich ab. Auch ohne Müller boten die Pinguine dem Meister Paroli. Klein rettete gegen Abeltshauser und Pinizzotto bis zum Ende der regulären Spielzeit den einen so wertvollen Punkt. In der Verlängerung zeigten die Roten Bullen das größere Stehvermögen und holten sich durch Macek den zweiten Punkt.

Quelle: RP
 
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