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Lokalsport
Der Streit um den neuen Mietvertrag endet am 10. Februar

Eishockey. Der lange Streit zwischen der KEV Pinguine Eishockey GmbH und der Seidenweberhaus GmbH als Betreiber des KöPa um den neuen Mietvertrag ging zu Beginn des Jahres in seine entscheidende Phase. Nachfolgend ein Auszug aus der Chronologie der Ereignisse:

20. Januar: Die Pinguine verbessern ihr Angebot und wollen statt der bisher 260 000 Euro Miete pro Jahr in den nächsten vier Jahren 300 000 Euro und danach sogar 400 000 Euro zahlen. Im Gegenzug kann der Club einen Großteil der Logen vermarkten und die Bewirtung des VIP-Raums übernehmen.

21. Januar: Die CDU kritisiert die Ankündigung der SPD, den Pinguinen einen Kompromiss-Vorschlag vorlegen zu wollen. Man arbeite seit Wochen mit allen verantwortlichen Personen an einer akzeptablen Lösung.

23. Januar: Der Stammverein Krefelder EV appelliert an alle Beteiligte, die erfolgreiche Jugendarbeit im Krefelder Eishockey, die nur mit einem DEL-Standort möglich ist, nicht zu gefährden."

28. Januar: Im Rahmen der von den Fans der Pinguine gestarteten Aktion "Pro DEL-Standort Krefeld", der sich in sehr kurzer Zeit 7000 Sympathisanten angeschlossen haben, wurde vor der Ratssitzung (5. Februar) zu einer spontanen Versammlung (Flashmob) vor dem Seidenweberhaus aufgerufen.

2. Februar: Die Zeit drängt. Bis zum 15. Februar müssen die Pinguine bei der DEL 100 000 Euro für die neue Saison hinterlegen und damit ihre Spielberechtigung sichern. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke erklärt, das Angebot der Pinguine gehe bis "an die Schmerzgrenze".

3. Februar: Bei einer Nachtsitzung des Aufsichtsrates der Seidenweberhaus GmbH wollen die beiden großen Parteien CDU und SPD den Pinguinen entgegen kommen und ein neues Angebot vorgelegt.

4. Februar: Die Pinguine lehnen das neue Angebot in einer siebenzeiligen Pressemitteilung ab. Sie drohen damit, die Lizenz ohne Einigung verkaufen zu müssen, gehen aber weiter von Verhandlungen mit vertretbaren Ergebnissen aus.

5. Februar: Vor der Ratssitzung singen 500 Fans der Pinguine "Wir wollen den Mietvertrag". Danach gibt es im großen Saal des Seidenweberhauses eine Ratssitzung, die Krefeld so noch nie erlebt hat. Die Fans sorgen auf der Empore mit Applaus, Gesängen, Gelächter, Zwischenrufen und Pfiffen für Stimmung. Der Rat ermahnt die Verantwortlichen der Pinguine, bei den Verhandlungen um den neuen Mietvertrag den Bogen nicht zu überspannen.

10. Februar: Riesenerleichterung im Krefelder Eishockey: Am späten Abend einigen sich Vertreter der Pinguine, SPD und CDU auf einen neuen Mietvertrag zwischen den Pinguinen und der Seidenweberhaus GmbH für die Nutzung des Königpalastes. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Die Pinguine werden die Lizenz für die Saison beantragen.

(hgs)
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