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Die Eiszeit beginnt so früh wie nie zuvor

Lokalsport: Die Eiszeit beginnt so früh wie nie zuvor
Das erste Teamfoto der neuen Eiszeit. Auch die beiden Aufsichtsratsmitglieder Dieter Berten und Wolfgang Schulz (beide hinten rechts) waren mit von der Partie und begrüßten die Spieler. Neuzugang Lukas Koziol, der erkrankte Andreas Driendl und Physiotherapeut Florian Kreuzmann fehlen. FOTO: Lothar Strücken
Del. Eishockey: Gestern begann für die Krefeld Pinguine die Vorbereitung auf die neue Saison der Champions Hockey League und der Deutschen Eishockey-Liga. Stürmer Andreas Driendl leidet unter einer Salmonellen-Erkrankung. Von H.-G. Schoofs

Als vor gut vier Monaten die Eiszeit 2014/15 mit der Abschiedsparty hinter der Rheinlandhalle endete, passte das nasskalte Wetter und die relativ trübe Stimmung unter den knapp 300 KEV-Fans zur damaligen Lage der Krefeld Pinguine. Das Play-off-Viertelfinale fand nach dem Ausscheiden gegen Wolfsburg mal wieder ohne die Schwarz-Gelben statt. Das leidige Thema Mietvertrag schwebte weiter wie ein Damoklesschwert über dem König-Palast. Dazu kam noch die überraschende Trennung von Geschäftsführer Robert Haake. Das alles ist nun Geschichte. Die Vorfreude auf die neue Eiszeit, die gestern so früh wie nie zu Krefelder DEL-Zeiten begann, überwiegt und ist riesengroß.

Wohin die Reise diesmal gehen kann, wird die Vorbereitung zeigen. Die personellen Veränderungen werden dem Teamgeist guttun und den Zusammenhalt fördern. Auf dem Papier ist die Mannschaft sicher nicht so stark einzuschätzen wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Damals konnte man ja nicht ahnen, dass die Verantwortlichen bei der Verpflichtung von Kontingentspielern kein Glück hatten und sich so gestandene Akteure wie Methot, Perrault oder Courchaine zu Pflegefälle entwickelten. Daher ist vom neuen Team in Sachen Einsatz und Kampf deutlich mehr zu erwarten. Auch wenn der Abschied von Marcel Müller wehtut, werden die drei neuen Stürmer Mike Collins, Hendrik Eriksson und Hunter Bishop dem Angriff insgesamt mehr Durchschlagskraft verleihen. Schenkt man vielen Experten Glauben, dann wird dieses Trio nicht viel Zeit brauchen, sich an das DEL-Niveau zu gewöhnen.

Als Achillesferse könnte sich die Abwehr entpuppen, die personell nicht verstärkt wurde und in der Hauptrunde mit 3,2 Gegentore im Schnitt den drittschlechtesten Wert der 14 DEL-Vereine aufwies. Die sportliche Leitung hofft, dass sich die Leistungsträger im Vergleich zur Vorsaison steigern werden und die junge deutsche Riege einen Schritt nach vorne machen wird. Trifft das zu, dann werden die beiden Torhüter Tomas Duba und Patrick Klein weniger Schüsse meistern müssen.

Beim Blick auf die Teams der Konkurrenz wird schnell deutlich, dass die Liga auf dem besten Wege zu einer Zweiklassengesellschaft ist. Die direkte Qualifikation für die Play-offs ist für die Pinguine eine höhere Hürde als zuletzt. Selbst im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz hängen die Trauben ziemlich hoch. Da muss das große Verletzungspech ausbleiben und das Leistungsvermögen des Teams optimal ausgeschöpft werden.

Gestern um 13 Uhr trafen sich die Pinguine zur ersten Teambesprechung in der Kabine. Am frühen Abend war die Mannschaft im Restaurant "Essklasse" des Gesundheitszentrums Salvea zu Gast. Neben Lukas Koziol (U20-Lehrgang) fehlte auch Andreas Driendl. Der Center leidet wie seine beiden Kinder unter einer Salmonellen-Erkrankung und hat in einer Woche bereits sechs Kilo an Gewicht verloren. Mit von der Partie waren die beiden Aufsichtsrats-Mitglieder Wolfgang Schulz und Dieter Berten. Beide ließen sich hinterher im KöPa von Rüdiger Noack den umgebauten Kabinentrakt zeigen. Der neue Geschäftsführer Axel Nagel ist noch in Urlaub.

Heute und morgen stehen die medizinischen Tests im Malteser Krankenhaus St. Josefshospital in Uerdingen auf dem Programm. Die Spieler werden dabei im 40-Minuten-Takt von Dr. Martin Wazinski und seinem Team untersucht. Zudem stehen ein Leistungstest auf dem Fahrrad oder auf dem Laufband, ein Athletiktest, eine kardiologische und zahnärztliche Untersuchung an. Ab dem 1. August steht in der Rheinlandhalle Eis zur Verfügung. Die Pinguine müssen für die Nutzung der ersten Woche 13 000 Euro in die Stadtkasse zahlen.

Quelle: RP
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