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Krefeld Pinguine
Die KEV-Fans wollen um Duba kämpfen

Krefeld Pinguine: Die KEV-Fans wollen um Duba kämpfen
Nach dem vierten Treffer der Münchner kniete Tomas Duba am Sonntag mit gesenktem Kopf nachdenklich auf dem Eis. Die Nummer 1 im Tor der Pinguine erlebte am Wochenende bei seinem Comeback ein Wechselbad der Gefühle. FOTO: M.R.
Del. Eishockey: Geht es nach den Anhängern der Krefeld Pinguine, dann soll der Vertrag mit dem 35-jährigen Torwart verlängert werden. Pietta sieht nur noch eine geringe Chance, die Schwenninger vom 13. Platz zu verdrängen. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Die gut 50 mitgereisten KEV-Fans waren am frühen Sonntagabend in der Münchner Olympiaeishalle wirklich nicht zu beneiden. "Ihr seid Letzter, jeder weiß warum", schallte es gegen Ende des zweiten Drittels aus dem Fanblock der Gastgeber. Letzter werden die Pinguine wohl auch bis zum Ende der Hauptrunde bleiben. In den verbleibenden zehn Duellen wird es schwer, den Rückstand von neun Punkten auf Schwenningen auf zu holen. Dafür sind die Leistungen einfach zu schwankend. Nach der ansprechenden Vorstellung gegen die derzeit in einem kleinen Tief steckenden Iserlohner folgte in München die totale Enttäuschung.

Entsprechen fällt auch Daniel Piettas Fazit des Wochenendes aus: "Gegen Iserlohn haben wir ein gutes Spiel gemacht. Vor allem in Unterzahl und in Überzahl haben wir wie beim Siegtor stark gespielt. Ich denke, es war insgesamt eine gute Mannschaftsleistung, vom Torwart bis zum letzten Stürmer. Jeder hat in der Defensive sehr gut gearbeitet. In München war es dann komplett anders. Das erste Drittel war ja noch ok, aber im zweiten Drittel nach der großen Strafe ging gar nichts mehr. Zwei Gegentore in Überzahl, so was darf nicht sein. Unser Trainer hatte uns extra in der Mannschafts-Besprechung noch davor gewarnt. Wenn du bei drei der sechs Gegentore nur zuschaust, dann kannst du in der DEL kein Spiel gewinnen. Es reicht bei uns nicht."

Daher ist für den Center der ersten Sturmreihe Platz 13 kaum noch zu erreichen: "Wenn man dann sieht, dass Schwenningen mit nur 14 Spielern nach Iserlohn fährt und dort 4:1 gewinnt, dann weiß man, dass die Wild Wings die Saison noch nicht abgehakt haben. Wir zwar auch noch nicht, aber realistisch gesehen wird es schwer, neun Punkte aufzuholen. Wir schauen jetzt erst mal auf das Spiel gegen Köln, da müssen wir mit Leidenschaft und mit Eier in der Hose ins Spiel gehen. Das ist ein Derby, da können die Fans von uns zurecht eine sehr gute Leistung erwarten."

Ein Wellenbad der Gefühle erlebte Tomas Duba an seinem Comeback-Wochenende. Freitag strahlte er nach dem Spiel über alle Backen, Sonntag hatte er nach vier Gegentreffern die Nase gestrichen voll und verließ das Eis. Machtlos hatte er bis dahin mit ansehen müssen, wie ihn seine Vorderleute leichtfertig im Stich ließen. Gegen die Roosters bestätigte der Tscheche die Meinung vieler Experten, dass die Mannschaft ohne die langen Verletzungspausen ihrer Nummer eins im Tor deutlich mehr Punkte auf dem Konto hätte. Daher hoffen die Fans, dass der "Dubanator" seinen Vertrag verlängert. Man darf gespannt sein, wie sich die sportliche Leitung entscheidet, wenn feststeht, dass der 35-Jährige seine Knieverletzung zu 100 Prozent auskuriert hat. Hier und da ist zu hören, dass Duba schlechte Karten besitzen soll. Am Wochenende wurde bereits der Name Olivier Roy gehandelt. Der 24-jährige Kanadier gilt in der österreichischen Liga beim abgeschlagenen Tabellenletzten Ljubijana als bester Akteur des Kaders und war den Pinguinen bereits angeboten worden, als Patrick Galbraith verpflichtet wurde. Mit dem Duo Duba/Klein würden die Pinguine angesichts ihres Etats und dem Druck, bei der Verpflichtung von Kontingentspielern keine Nieten mehr ziehen zu dürfen, kein Risiko eingehen. Mit Collins und St. Pierre sind zwei Ausländerlizenzen bereits vergeben. Ist Duba bald der dritte im Bunde?

Quelle: RP
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